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Porträt der Kita Pusteblume in Ibbenbüren

In der Kita Pusteblume wird Integration gelebt

Erzieher gießt einem Jungen ein Glas Milch ein

Gemeinsam lernen, gemeinsam feiern, gemeinsam leben

Daniela Stelthove, Sprachexpertin der Kita Pusteblume in Ibbenbüren, ist begeistert: „Hier in der Kita Pusteblume wird Integration gelebt. Das macht die Arbeit für mich besonders interessant.“ Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen betreut sie die 85 Kinder der Kita.

Sprache und Integration

Frau Stelthove und ihre Kolleginnen und Kollegen haben für die Erstgespräche mit Eltern einen Fragenkatalog entwickelt, mit dem sowohl der familiäre Hintergrund als auch die bisherige Entwicklung des Kindes erfasst werden. „Wir möchten wissen, wie wir die Kinder bestmöglich unterstützen können. Es ist zum Beispiel wichtig zu erfahren, welche Sprachen zu Hause gesprochen werden oder ob Verzögerungen in der Entwicklung des Kindes bestehen.“

Mehrsprachigkeit schätzen

Integration bedeutet in der Kita Pusteblume auch, dass die Erstsprache wertgeschätzt wird. „60 Prozent unserer Kinder haben einen Migrationshintergrund und sprechen neben der deutschen mindestens eine zusätzliche Sprache. Daher ist es eine große Bereicherung, dass wir nicht nur deutschsprachige, sondern auch türkisch- und russischsprachige Kolleginnen in unserem Team haben“, erzählt Frau Stelthove. Eine Kollegin mit türkischen Wurzeln begrüßt zum Beispiel interessierte Kinder ein Mal pro Woche zur „Arkadaş-Gruppe“: Durch Tanzen und Singen werden die Mädchen und Jungen dazu animiert, ihre Muttersprache zu sprechen bzw. eine andere Sprache kennenzulernen. Kinder mit Migrationshintergrund erfahren über ihre Muttersprache eine größere Wertschätzung ihrer gesamten Persönlichkeit.

Die Kita lädt außerdem regelmäßig Eltern ein, während der Betreuungszeit in ihrer Muttersprache vorzulesen. „Dieses Angebot wird von vielen genutzt“, so Frau Stelthove. Mit zwei anderen Kitas hat die Einrichtung an einem Fachtag des Jugendamts mitgewirkt. Auf der Veranstaltung haben Eltern für ihre Kinder gemeinsam das Stück „Der Regenbogenfisch“ in deutscher, russischer, türkischer und spanischer Sprache aufgeführt.

Feste feiern – Austausch fördern

Durch regelmäßige interkulturelle und interreligiöse Feste und gemeinsames Kochen werden den Kindern schon früh vielfältige Traditionen und Bräuche vorgestellt. „Alle zwei bis drei Monate findet bei uns eine kulturelle Veranstaltung statt. Diese Feste werden sehr gerne und zahlreich von Eltern und Kindern mit und ohne Migrationshintergrund besucht und sind eine schöne Gelegenheit, um sich untereinander besser kennenzulernen.“

Frau Stelthove berichtet, dass besonders über kulturelle Veranstaltungen, die gemeinsam von Eltern und Erzieherinnen und Erziehern geplant werden, ein großer Personenkreis angesprochen werden kann. „Wir haben gemerkt, dass die Resonanz sehr groß ist. Das russische Weihnachtsfest, das im Januar in der Kita gefeiert wurde, besuchten über 100 Gäste.“

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