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FAQs zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Allgemeine Informationen zum Bundesprogramm

Das übergeordnete Ziel des Programms liegt in der Verbesserung der Angebote sprachlicher Bildung in Kindertageseinrichtungen und der Qualität der Kindertagesbetreuung. Dafür werden Entwicklungsprozesse in den folgenden Bereichen angestoßen:

  • Stärkung des Systems früher Bildung mit Hilfe von Funktionsstellen in den Kindertageseinrichtungen,
  • Qualifizierung und Spezialisierung von zusätzlichen Fachkräften in den Handlungsfeldern sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien,
  • fachliche Unterstützung und Weiterentwicklung der Kita-Teams sowie Weiterentwicklung der Einrichtungskonzeptionen,
  • Stärkung und Qualifizierung des Unterstützungssystems (Fachberatung) sowie
  • Schaffen von Aufstiegsmöglichkeiten für berufserfahrene Erzieherinnen und Erzieher.

Alltagsintegrierte sprachliche Bildung richtet sich an alle Kinder in Kindertageseinrichtungen. Davon profitieren insbesondere Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist. Als besondere Zielgruppe sind hier die Kinder und Familien mit Fluchthintergrund genannt. Hinzu kommen Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien, die zuhause zwar deutsch sprechen, aber trotzdem einer besonderen Unterstützung beim Spracherwerb bedürfen. Vor allem diese Zielgruppen sollen an dem Bundesprogramm partizipieren und so frühe Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg erhalten.

Der Themenschwerpunkt der sprachlichen Bildung aus dem Vorgängerprogramm „Schwerpunkt-Kitas: Sprache & Integration“ wird um zwei Handlungsfelder erweitert:

Inklusive Pädagogik
Im Kontext frühkindlicher Bildung und Erziehung zielt die inklusive Pädagogik auf die uneingeschränkte gesellschaftliche Zugehörigkeit aller Kinder ab, unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, kulturellen, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen. Wesentlich ist hierbei die Schaffung von Spiel- und Lernsituationen, an denen alle Kinder auf der Basis ihres jeweiligen Entwicklungsstandes in umfassender Weise teilhaben können. In vielen Kindertageseinrichtungen werden Ansätze inklusiver Pädagogik, der Umgang mit Vielfalt und eine Orientierung an den persönlichen Stärken der Kinder bereits erfolgreich eingesetzt. Darin liegen große Potenziale für die sprachliche Bildung. Indem Kinder die eigene Identität entdecken, sich über Gedanken und Gefühle austauschen und Regeln aushandeln, werden auch die kommunikativen Kompetenzen gefördert.

Zusammenarbeit mit Familien
Die Art und Weise, wie pädagogische Fachkräfte auf Familien zugehen und wie beide Gruppen kooperieren, ist für die sprachliche Bildung ebenfalls von großer Bedeutung. Im Gespräch mit den Eltern können die pädagogischen Fachkräfte Tipps für die sprachliche Anregung von Kindern zu Hause geben. Durch die gezielte Einbindung von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern aus dem Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ ergeben sich beispielweise neue Möglichkeiten der Vernetzung. Der Umgang mit vielfältigen Familienkulturen gehört ebenso zum Handlungsfeld wie die Willkommenskultur in der Einrichtung. Vor dem Hintergrund steigender Flüchtlingszahlen stellt sich für viele Einrichtungen auch die Frage, wie sie mit spezifischen Bedarfen von Kindern und Familien mit Fluchthintergrund umgehen können.

1. Zusätzliche Fachkräfte „Sprach-Kitas“ in Kindertageseinrichtungen

Die Träger der Kindertageseinrichtungen erhalten einen Zuschuss zu den Personalausgaben für eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle (mindestens 19,5 Wochenstunden) mit herausgehobener und schwieriger, verantwortungsvoller Tätigkeit (Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S8b bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/ Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S8b) sowie zu projektbezogenen Sachausgaben und Gemeinkosten in Höhe von insgesamt 25.000 € pro Jahr.

Da es sich bei der Förderung durch das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ um einen pauschalen Beitrag für Personal- und Sachausgaben handelt und es daher keine definierte Aufteilung zwischen beiden gibt, kann die Zuwendung somit auch für ggf. weitere vorhabenbezogene Ausgaben, z.B. fachliche Materialien, technische Ausstattung, Fortbildungen etc. eingesetzt werden. Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Zuschuss handelt, der nicht zwingend sämtliche mit dem Vorhaben verbundene Ausgaben deckt. Wir empfehlen, ein festes jährliches Sachmittelbudget für jede teilnehmende Kita bereitzustellen, um die Arbeit der zusätzlichen Fachkräfte und die Programmumsetzung in den Einrichtungen materiell sicherzustellen.

2. Kontinuierliche Unterstützung durch zusätzliche Fachberatungen „Sprach-Kitas“

Die Träger der Fachberatung erhalten einen Zuschuss zu den Personalausgaben für eine zusätzliche halbe Stelle (mindestens 19,5 Wochenstunden, Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S17 bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S17)* sowie zu projektbezogenen Sachausgaben und Gemeinkosten in Höhe von insgesamt 32.000 € pro Jahr. Da es sich bei der Förderung durch das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ um einen pauschalen Betrag für Personal- und Sachausgaben handelt und es daher keine definierte Aufteilung zwischen beiden gibt, kann die Zuwendung somit auch für ggf. weitere vorhabenbezogene Ausgaben, z.B. fachliche Materialien, technische Ausstattung, Fortbildungen etc. eingesetzt werden. Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Zuschuss handelt, der nicht zwingend sämtliche mit dem Vorhaben verbundene Ausgaben deckt. Wir empfehlen, ein festes Sachmittelbudget für jede teilnehmende Kita bereitzustellen, um die Arbeit der zusätzlichen Fachberatungen und die Programmumsetzung in den Einrichtungen materiell sicherzustellen.

*In Ausnahmefällen ist eine Eingruppierung in bzw. analog TVöD S 15 möglich.

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ hat im Rahmen der ersten Förderwelle eine geplante Laufzeit vom 01.01.2016 bis 31.12.2019, im Rahmen der zweiten Förderwelle vom 01.01.2017 bis 31.12.2020. 

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. Von Januar 2016 bis Dezember 2019 stellt der Bund insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wurden bis zu 4.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den Kitas und in der Fachberatung geschaffen. Das Budget für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ wird verdoppelt, damit in einer zweiten Förderphase weiteren Einrichtungen und Fachberatungen von 2017 bis 2020 die Beteiligung am Programm ermöglicht wird.  Einen Überblick über die Standorte der aktuell bewilligten Kindertageseinrichtungen und Fachberatungen beider Förderwellen finden Sie auf der Projekt-Landkarte, die Auflistung der antragsberechtigten Einrichtungen der zweiten Förderwelle  können Sie hier einsehen: http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/handlungsanleitungen/uebersichtslisten/

Informationen zum Antragsverfahren

Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts mit Sitz in Deutschland (Zuwendungsnehmer). Gefördert werden Träger von öffentlich geförderten Kindertageseinrichtungen bzw. von Fachberatungen für Kindertageseinrichtungen.
Die Übersicht der antragsberechtigten Kindertageseinrichtungen der zweiten Förderwelle im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ finden Sie unter http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/handlungsanleitungen/uebersichtslisten/.

Das Antragsverfahren für die Teilnahme am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ erfolgte in einem zweistufigen Verfahren in Form eines Interessenbekundungsverfahrens (Stufe 1) und eines anschließenden Antragsverfahrens (Stufe 2). Die Fachberatungsträger wurden ausschließlich im Rahmen des Antragsverfahrens (Stufe 2) ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert, nachdem sie im Antrag einer Einrichtung als Fachberatungsträger benannt wurden.

Das online-gestützte Interessenbekundungsverfahren (IB-Verfahren) der ersten Förderwelle fand vom 06.07. bis 19.08.2015 statt. Am 03./04.11.2015 wurden die Träger bzw. Ansprechpartner der durch die zuständigen Landesministerien priorisierten Einrichtungen zur Antragstellung aufgefordert. Nicht priorisierte Einrichtungen erhielten eine Absage. Das online-gestützte Interessenbekundungsverfahren (IB-Verfahren) der zweiten Förderwelle fand vom 25.08. bis 30.09.2016 statt (in einigen Bundesländern noch bis zum 04.11.2016). Seit dem 17.11.2016 werden die Träger bzw. Ansprechpartner der durch die zuständigen Landesministerien priorisierten Einrichtungen per E-Mail zur Antragstellung aufgefordert. Aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Nachrückverfahrens werden weiterhin per E-Mail vereinzelt Aufforderungen zur Antragstellung per versendet.

Eine Antragstellung war möglich, nachdem sich grundsätzlich zehn bis 15 antragsberechtige Einrichtungen zu einem Verbund zusammen gefunden und sich geeinigt haben, welcher Träger die Fachberatung stellt. Der Träger der zusätzlichen Fachberatung musste anschließend einen gesonderten Antrag stellen. Hierzu wurde er direkt durch die Servicestelle Sprach-Kitas aufgefordert. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen dem Träger der Verbundeinrichtung und dem Träger der Fachberatung war im Rahmen des Antragsverfahrens beizubringen. Ein Musterformular ist unter http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/kooperationsvereinbarung/ verfügbar. 

Kindertageseinrichtungen der zweiten Förderwelle mussten folgende Zuwendungsvoraussetzungen erfüllen:

  • Die Kitas mussten am 1. März 2016 (Stichtag der Kinder- und Jugendhilfestatistik – Statistik der Kinder und tätigen Personen in Tageseinrichtungen) grundsätzlich von insgesamt mindestens 40 Kindern (ohne Schul- bzw. Hortkinder) besucht werden. Kindertageseinrichtungen mit weniger als 40 Kindern, aber mindestens 20 Kindern, konnten nach landesspezifischem Ermessen berücksichtigt werden.
  • Das Kriterium „überdurchschnittlich hoher Anteil von Kindern mit besonderem Bedarf an sprachlicher Bildung“ wurde auf Grundlage des Anteils der Kinder mit nicht-deutscher Familiensprache bzw. der von der Kita-Beitragszahlung vollständig oder teilweise befreiten Familien oder anhand von sozialräumlichen Kriterien bestimmt. Im Rahmen einer Selbstauskunft wurde außerdem die Zahl der in den Einrichtungen betreuten Kinder mit Fluchthintergrund (d. h. Kinder, die nach Kenntnis der Kitas über einen Fluchthintergrund verfügen, unabhängig von ihrem Herkunftsland oder ihrem rechtlichen Status als Flüchtlinge in Deutschland) erhoben.
  • Die Einrichtungen mussten sich mit anderen Kindertageseinrichtungen zu einem Verbund von grundsätzlich zehn bis 15 Einrichtungen zusammenschließen, der von einer zusätzlichen Fachberatung angeleitet wird.

Eine Antragstellung ist  aktuell nur noch im Falle frei werdender Kapazitäten (Rückzug von antragsberechtigten Kitas aus dem Bundesprogramm) möglich. Es existieren Nachrückerlisten von an der Teilnahme am Bundesprogramm interessierten Kitas. Diese werden bei Rückzug von antragsberechtigten Kitas aus dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ sukzessive von der Servicestelle Sprach-Kitas zur Antragstellung aufgefordert. Bitte beachten Sie: Ein Antrag kann auch dann gestellt werden, wenn Ihre Einrichtung noch keinem Verbund angehört oder die Stellen der zusätzlichen Fachkraft und/oder zusätzlichen Fachberatung noch nicht besetzt sind. Bei Unsicherheiten oder Fragen rund um die Antragstellung wenden Sie sich bitte an die fachlich-inhaltliche Beratung der Servicestelle Sprach-Kitas (kontakt@sprach-kitas.de bzw. telefonisch unter 030 - 390 634 710, Sprechzeiten: Mo, Di, Mi, Fr 9.00 – 12.00 Uhr und Do 14.00 – 17.00 Uhr).

Mit der Umsetzung des Bundesprogramms sind zusätzliche Aufgaben für die Einrichtungsleitung verbunden, wie z.B. Beteiligung an insgesamt neun Arbeitskreisen (à sechs Stunden) und Inhouse-Schulungen durch die für den Verbund zuständige zusätzliche Fachberatung, Teamentwicklung, Weiterentwicklung der Einrichtungskonzeption etc. Hierfür benötigt die Einrichtungsleitung zeitliche Ressourcen. Der Antragsteller musste schriftlich erklären, dass die Leitungskraft in angemessenem Umfang für Steuerungs-, Koordinierungs- und konzeptionelle Weiterentwicklungsaufgaben zur Verfügung steht. Zudem hat die Einrichtungsleitung im Antrag ihre Bereitschaft an der Umsetzung des Bundesprogramms erklärt.

Der Einrichtungsverbund soll sich grundsätzlich aus zehn bis 15 Einrichtungen (oder mehr) zusammensetzen*.  Dies können sowohl Einrichtungen eines Trägers als auch Einrichtungen von verschiedenen Trägern (trägerübergreifende Verbünde) sein. Voraussetzung für die Verbundbildung ist, dass alle Verbundpartner das Interessenbekundungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben und in räumlicher Nähe zueinander liegen.

Im Rahmen der Verbundbildung einigen sich die Träger innerhalb des Verbundes untereinander, welcher Träger die zusätzliche Fachberatung „Sprach-Kitas“ stellt und den Antrag hierfür einreichen wird. Verbünde können auch durch eine Fachberatung des örtlichen Trägers der Kinder- und Jugendhilfe (Jugendämter) bzw. durch einen vom Jugendamt beauftragten Träger begleitet werden. Bei räumlicher Nähe ist auch eine Verbundgründung über die Grenzen eines Kreises (Landkreis bzw. Kommune) sowie eines Bundeslandes hinaus möglich. Zur Unterstützung bei der Verbundbildung finden Sie eine Übersicht der antragsberechtigten Einrichtungen der zweiten Förderwelle unter: http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/handlungsanleitungen/uebersichtslisten/.

Einen Überblick über die Standorte der aktuell bewilligten Kindertageseinrichtungen und Fachberatungen beider Förderwellen finden Sie auf der Projekt-Landkarte. Bitte wählen Sie hier unter den Filteroptionen das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ und „Sprach-Kitas Fachberatungen“ aus. Sprach-Kitas und Fachberatungen sind getrennt aufgeführt.

Grundsätzlich ist einer förderfähigen Einrichtung, die noch keinem Verbund angehört, der Zugang zu einem bestehenden Verbund nicht zu verwehren, wenn der Verbund nicht bereits aus 15 Einrichtungen besteht. Damit sollen auch Einrichtungen kleinerer Träger die Möglichkeit einer Teilnahme erhalten. Dies gilt insbesondere für solche Einrichtungen, die durch das Nachrückverfahren erst zu einem späteren Zeitpunkt in das Bundesprogramm aufgenommen wurden. Wenn sich die Verbundbildung in Ihrer Region schwierig gestaltet, kontaktieren Sie bitte unter Angabe Ihrer Dok.-Nr. und Kita-Anschrift die Servicestelle Sprach-Kitas (kontakt@sprach-kitas.de) und legen dar, welche Schritte Sie bereits zur Verbundbildung unternommen haben.

* Eine Unterschreitung der Grenze von zehn Einrichtungen pro Verbund ist nur in begründeten Fällen und nur auf Ausnahmeantrag möglich. Allerdings ist auch in diesen Fällen eine halbe Stelle (mindestens 19,5 Wochenstunden Beschäftigungsumfang) vorgesehen, da aufgrund der pauschalen Finanzierungsstruktur eine Stellenreduzierung nicht möglich ist.

Einrichtungen der zweiten Förderwelle sollen grundsätzlich neue Verbünde bilden. Damit geht einher, dass Verbünde der ersten Welle grundsätzlich in ihrer jetzigen Aufstellung erhalten bleiben. Ist es aus räumlichen Erwägungen unabdingbar, dass sich Kitas aus der zweiten Förderwelle einem Verbund der ersten Förderwelle anschließen (sowie Kitas der ersten Förderwelle einem Verbund der zweiten Förderwelle), so kann dies in begründeten Ausnahmefällen zugelassen werden. Eine endgültige Zuordnung bzw. Bestätigung der Zuordnung von Kitas zu einem Verbund erfolgt nach Prüfung aller Fachberatungsanträge für die zweite Förderwelle. Bitte kontaktieren Sie die Servicestelle Sprach-Kitas (kontakt@sprach-kitas.de), wenn sich die Verbundbildung in Ihrer Region schwierig gestaltet.

Sie können den Förderantrag auch bereits einreichen, wenn noch keine Kooperationsvereinbarung mit einem Träger der Fachberatung vorliegt. In diesem Fall tragen Sie bitte beim Punkt „Zuständige Fachberatung für den Verbund“ des Online-Antrags die Adresse des Fachberatungsträgers ein, mit dem eine Kooperation beabsichtigt ist. Wählen Sie des Weiteren bei der Frage zur Verbundbildung die Option „Trifft nicht zu“ und hinterlegen im Begründungsfeld, dass zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Kooperationsvereinbarung besteht. Mit dem Zuwendungsbescheid werden Sie dann beauflagt, die Kooperationsvereinbarung nachzureichen.

Der Servicestelle Sprach-Kitas ist bekannt, dass sich die Verbundbildung in einigen Regionen der Bundesrepublik schwierig gestaltet; teilweise, weil die Kapazität von Verbünden ausgeschöpft ist, es keinen Träger gibt, der die Fachberatung für das Bundesprogramm übernehmen will oder die Stelle der Fachberatung nicht besetzt werden kann.
Bereits bewilligte Vorhaben werden weiterhin  gefördert, auch wenn die Sprach-Kita vorübergehend oder längerfristig ohne Begleitung einer Fachberatung am Bundesprogramm teilnimmt. Dies gilt auch für Sprach-Kitas, die im Zuge des Nachrückverfahrens für die zweite Förderwelle derzeit ihren Antrag stellen, aber noch keinen Träger für die Fachberatung angeben können. Momentan wird geprüft, wie Kita-Tandems ohne Verbundzugehörigkeit durch die Umsetzungsstellen (Servicestelle Sprach-Kitas und PädQUIS) künftig fachlich-inhaltlich begleitet werden können.

Informationen zur zusätzlichen Fachkraft „Sprach-Kitas“

Zentrale Aufgabe der zusätzlichen, im Handlungsfeld Sprache qualifizierten Fachkräfte während des Förderzeitraums ist es, ihre Kompetenzen an das Einrichtungsteam weiterzugeben, ein Modell guter Praxis zu sein und für die Nachhaltigkeit des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ zu sorgen. Dies beinhaltet die Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung der Kita-Teams bei der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, bei der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den Familien sowie der inklusiven Pädagogik. Die konkreten Aufgaben sind gemeinsam mit der Einrichtungsleitung festzulegen und können je nach Bedarfslage unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass die zusätzliche Fachkraft und die Kita-Leitung möglichst regelmäßig in internen Fortbildungseinheiten, so genannten Qualitätsrunden, die Teams zu den Themen des Bundesprogramms qualifizieren.

Die direkte sprachpädagogische Arbeit von Seiten der zusätzlichen Fachkraft erfolgt nur exemplarisch bzw. modellhaft. Ziel ist es, dass alle Teammitglieder (Routine-)Situationen und Gelegenheiten des Kita-Alltags bewusst und systematisch für die Unterstützung und Förderung der sprachlichen Entwicklung der Kinder nutzen. Für die Arbeit mit dem Team für Vor- und Nachbereitung sowie für Fortbildungen zu den Aufgabenbereichen benötigen die zusätzlichen Fachkräfte in den Sprach-Kitas vor allem zeitliche Ressourcen. Dies wird durch die Förderung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ sichergestellt. Die Praxishilfe (zu finden unter www.plattform-sprach-kitas.de → „Für die Praxis“ → „Arbeitsmaterialien“) enthält konkrete Beispiele, wie die zusätzliche Fachkraft ihre Aufgaben organisieren und gestalten kann. Der Broschüre des Programms (Teil des Starterpakets, http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/starterpaket) können Sie ebenfalls Hinweise zu den Rollen und Aufgaben der beteiligten Akteure entnehmen.

Die zusätzliche Fachkraft ist gemeinsam mit der Kita-Leitung als Tandem dafür verantwortlich, die Einrichtungskonzeption im Hinblick auf alltagsintegrierte sprachliche Bildung, Zusammenarbeit mit Familien und inklusive Pädagogik fortlaufend, mindestens jedoch nach Ablauf von zwei Jahren, weiterzuentwickeln. Diese überarbeitete Einrichtungskonzeption ist auf Anforderung ab Anfang 2018 (erste Förderwelle) bzw. Anfang 2019 (zweite Förderwelle) bei der Servicestelle Sprach-Kitas einzureichen. Zudem soll die zusätzliche Fachkraft gemeinsam mit der Kita-Leitung als Tandem die Qualifizierungsinhalte aus den Arbeitskreisen der zusätzlichen Fachberatung an das Kita-Team weitergeben und dieses beraten, begleiten und fachlich unterstützen.

Wichtig: Zusätzliche Fachkräfte dürfen nicht als Ersatz für fehlende pädagogische Fachkräfte im Regeldienst eingesetzt werden. Diese Vorgehensweise entspräche nicht den in der Förderrichtlinie des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ festgelegten Bestimmungen (siehe Zuwendungsbescheid Punkt 4: „Die zusätzliche Fachkraft für sprachliche Bildung darf mit ihrem Stellenanteil nicht im regulären Gruppendienst eingesetzt werden“).

Die Tandems…

  • werden gemeinsam von der den Sprach-Kita Verbund begleitenden Fachberatung qualifiziert,
  • entwickeln gemeinsam mit dem Kita-Team passgenaue Konzepte für die Umsetzung des Bundesprogramms,
  • gestalten und begleiten durch regelmäßige interne Fortbildungseinheiten den Qualitätsentwicklungsprozesse in der Kita,
  • unterstützen durch die Konzeptionsweiterentwicklung die Verankerung in der Praxis,
  • übermitteln jährlich Monitoring-Daten und einen Sachbericht im Rahmen des Zwischennachweises zum Bundesprogramm.

Auf Grundlage der landesspezifischen Kriterien für die Beschäftigung von Personal in Kindertageseinrichtungen, wie sie in den Kindertagesbetreuungsgesetzen der Bundesländer festgelegt sind, entscheidet der Träger der Sprach-Kitas eigenverantwortlich über die Einstellung der zusätzlichen Fachkraft. Außerdem müssen die Richtlinien des Bundesprogramms erfüllt werden.

Grundsätzlich geeignet sind:

  • Pädagogische Fachkräfte (entsprechend den in den Bundesländern für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen bestehenden Bestimmungen) oder
  • Fachkräfte mit sonstiger Qualifikation, aber einschlägigen beruflichen Erfahrungen im Bereich der frühkindlichen Bildung und Förderung und/oder sprachlichen Bildung.

Für die Funktion als zusätzliche Fachkraft sollten diese möglichst Zusatzqualifikationen in den Bereichen sprachliche Bildung, frühkindliche Bildung und Förderung von Kindern sowie Erwachsenenbildung mitbringen. Aktuell stellt der Fachkräftemangel im Elementarbereich eine große Herausforderung dar. Zur Umsetzung der drei Handlungsfelder im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ und zur Anleitung des Kita-Teams ist es jedoch wichtig, zusätzliche Fachkräfte mit möglichst bedarfsgerechten Kompetenzen zu gewinnen.

Im Übrigen gelten die in den Bundesländern für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen bestehenden Bestimmungen* . Entscheidend ist, dass es sich um eine Fachkraft handelt, die für die Übernahme der mit der Aufgabe verbundenen herausgehobenen und schwierigen, verantwortungsvollen Tätigkeit in der Einrichtung geeignet ist. Hieraus ergibt sich auch die verbindliche Eingruppierung der zusätzlichen Fachkraft (Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S8b bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S8b). Im TV-L sind die Tätigkeitsmerkmale des TVöD S8b analog im TV-L 9 abgebildet. Eine programmkonforme Eingruppierung liegt somit vor, wenn die zusätzliche Fachkraft bei Anwendung des TV-L in TV-L 9 eingruppiert ist.

*Halten Sie Rücksprache mit dem zuständigen Landesministerium, ob Sie als Fachkraft anerkannt sind oder sich ggf. (auch berufsbegleitend) nachqualifizieren müssen. Für das Saarland sind folgende Besonderheiten zu beachten: Sprachassistenten und Sprachassistentinnen, die bisher nicht in einer Schwerpunkt-Kita gearbeitet haben und keine Weiterqualifikation von mindestens 90 Stunden nachweisen können, müssen diese zeitnah absolvieren. Hierzu  bietet das Saarland u.a. den Zertifikatsstudiengang „Sprache und interkulturelle Bildung“ an der HTW des Saarlandes an (https://www.htwsaar.de/iww/angebot/zertifikate/sprache). Zudem gibt es kostenlose Seminare, wie z.B. der Anpassungskurs „Methodik und Didaktik in der frühkindlichen Pädagogik“. Kontakt: Eva Hammes-Di Bernardo, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Tel.: 0681 501-7302, E-Mail: e.hammes-di_bernardo@bildung.saarland.de.

Während der Programmlaufzeit ist v.a. die zusätzliche Fachberatung des Verbundes für die Qualifizierung des Tandems bestehend aus zusätzlicher Fachkraft und Kita-Leitung verantwortlich. Die zusätzliche Fachberatung vermittelt als Multiplikatorin bzw. Multiplikator in insgesamt neun Arbeitskreisen à sechs Stunden die Inhalte und Methoden zur Qualitätsentwicklung, die sie bzw. er in den (über-)regionalen Qualifizierungstreffen von PädQUIS erworben hat. Darüber hinaus können weitere passgenaue Fort- und Weiterbildungen für das Tandem über den Zuschussie Programmmittel finanziert werden. Bei Rückfragen zur Qualifizierung wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter*innen von PädQUIS unter 030 – 72 00 61 34 bzw. sprach-kitas-qualifizierung@paedquis.de.

Nein. Neben der Neueinstellung ist sowohl eine Erhöhung des Stellenumfangs einer geeigneten Teilzeitkraft als auch eine Verlagerung innerhalb einer Kita möglich. Wird eine bereits beschäftigte, geeignete Fachkraft im neuen Aufgabenfeld tätig, übernimmt eine neu eingestellte oder „aufgestockte“ weitere Person ihre bisherigen Aufgaben. Insgesamt verbessert sich somit die Personalausstattung der Einrichtung.
Die Beschäftigung der zusätzlichen Fachkraft muss laut Förderrichtlinie in sozialversicherungspflichtiger Form beim Zuwendungsempfänger erfolgen. Honorarkräfte erfüllen diese Voraussetzung nicht. Eine Aufteilung der halben Stelle auf mehrere Fachkräfte ist nicht zulässig.

Ja, grundsätzlich ist das möglich. Da jede Sprach-Kita mit einer zusätzlichen halben Stelle gefördert wird, kann eine geeignete Fachkraft mit je einer halben Stelle in zwei Einrichtungen tätig werden und so Vollzeit arbeiten. Eine anteilige Stundenreduzierung oder Aufteilung der halben Stelle auf mehrere Fachkräfte ist nicht zulässig.

Auch Leitungskräfte können – über ihren regulären Stundenumfang hinaus – eine halbe Stelle als zusätzliche Fachkraft übernehmen. In diesem Falle muss die stellvertretende Kita-Leitung eng in die Arbeit des Bundesprogramms eingebunden werden und sollte die Arbeitskreise und Verbundtreffen gemeinsam mit der zusätzlichen Fachkraft (Leitungskraft) als Kita-Tandem besuchen.

Die Stelle der zusätzlichen Fachkraft muss zeitnah (in der Regel spätestens nach drei Monaten) nach Bewilligungsbeginn besetzt werden. Für die Zeit der Nichtbesetzung der Stelle der zusätzlichen Fachkraft erfolgt keine Förderung. Dies gilt auch für Stellenvakanzen zu einem späteren Zeitpunkt.

Sollte die Stelle der zusätzlichen Fachkraft nicht innerhalb von drei Monaten nach Förderbeginn besetzt werden können, ist in Einzelfällen die Verlängerung dieser Frist möglich. Bitte senden Sie dazu unter Angabe Ihrer Dok.-Nr. einen formlosen schriftlichen Antrag an service@sprach-kitas.de. Falls eine Fachkraftstelle gar nicht besetzt werden kann, scheidet diese Einrichtung aus dem Bundesprogramm aus.
Die Einrichtungen mit bereits besetzten Stellen können gefördert werden, auch wenn noch nicht alle Fachkraftstellen im Verbund besetzt sind bzw. auch wenn die Stelle der zusätzlichen Fachberatung noch nicht besetzt ist.

Die Förderung der einzelnen Einrichtungen im Programmverlauf hängt nicht zwingend von der Anzahl der Einrichtungen im Verbund ab. Das bedeutet, dass auch Einrichtungen aus Verbünden, bei denen im Zeitverlauf die Anzahl der Einrichtungen unter zehn fällt, grundsätzlich weiter gefördert werden können.

Um qualifizierte Fachkräfte und Träger, die auf der Suche nach geeigneter Verstärkung sind, miteinander in Kontakt zu bringen, kann der Stellenmarkt des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe kostenfrei genutzt werden (www.jugendhilfeportal.de/stellenmarkt/). Um die Zuordnung zum Bundesprogramm zu erleichtern, verwenden Sie bitte für das Stellenangebot den Zusatz „Sprach-Kita“ [Bsp. „Sprach-Kitas“ – Fachkraft (m/w)]. Über die Recherche-Funktionen können Sie dann selbständig nach passenden Angeboten suchen. Eine Kurzanleitung und weitere Informationen zum Fachkräfteportal finden Sie hier: www.sprach-kitas.de.

Für die Umsetzung des Bundesprogramms hinsichtlich seiner Ziele einer praktischen und konzeptionellen Verankerung von alltagsintegrierter sprachlicher Bildung, muss den Förderrichtlinien entsprechend eine qualifizierte Fachkraft mit entsprechender Eingruppierung und einem Beschäftigungsumfang von mindestens 19,5 Wochenstunden eingesetzt sein.
Der pauschale Förderbetrag wird grundsätzlich für jeden Tag der Stellenbesetzung berechnet. In folgenden Fällen entfällt der pauschale Förderanspruch für jeden Tag der Nichtbesetzung, sofern keine nahtlose Nachbesetzung erfolgt:

  • Erkrankung der zusätzlichen Fachkraft mit Lohnfortzahlung durch Dritte (in der Regel ab der 7. Krankheitswoche),
  • Beschäftigungsverbot / Mutterschutz,
  • unbezahlter Urlaub.

Bitte schicken Sie in einem solchen Fall eine E-Mail unter Angabe der Dok.-Nr. an service@sprach-kitas.de mit detaillierten Informationen zum Ausfall bzw. Neueintritt der zusätzlichen Fachkraft.

Sollte im Laufe des Programms das Arbeitsverhältnis zwischen Träger und zusätzlicher Fachkraft enden/beendet werden, senden Sie bitte zunächst eine E-Mail an service@sprach-kitas.de, in der Sie uns unter Angabe der Dok.-Nr. das Austrittsdatum der vorherigen zusätzlichen Fachkraft und ggf. das Eintrittsdatum und den Namen der neuen zusätzlichen Fachkraft mitteilen. Bitte melden Sie die Einstellung einer neuen zusätzlichen Fachkraft im Bundesprogramm, indem Sie den unterzeichneten Einstellungsnachweis postalisch einsenden (Servicestelle Sprach-Kitas, c/o gsub mbH, Kronenstr. 6, 10117 Berlin). Das entsprechende Formular finden Sie unter http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/formulare_fachkraft/.

Kann die Stelle der zusätzlichen Fachkraft nicht nahtlos nachbesetzt werden, so hat dies im Rahmen der Bewilligung als Festbetragsfinanzierung mit festen Beträgen die Konsequenz, dass der pauschale Förderanspruch für jeden Tag der Nichtbesetzung entfällt. Bei Vakanzen muss die Stelle in der Regel spätestens nach drei Monaten nachbesetzt werden. Diese Frist gilt auch für die im Bundesprogramm nachgerückten Einrichtungen.

Für die Verwaltung der Kontaktdaten der im Bundesprogramm geförderten Einrichtungen und Fachberatungen im Web-Portal unter https://prodaba2020.gsub-intern.de/anmelden sind die Träger (Administratoren) zuständig. Beachten Sie bitte, dass die Kontaktdaten durch die Administratoren beim Träger selbständig aktuell gehalten werden müssen, da die im Menü „Vorhaben“ hinterlegten Informationen für die gesamte Kommunikation seitens der Servicestelle mit den beteiligten Trägern, Fachberatungen und Fachkräften genutzt werden. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an die Servicestelle Sprach-Kitas unter service@sprach-kitas.de bzw. Tel. 030 / 284 09 593 wenden.

Bitte wenden Sie sich für eine Aufnahme in den Mailverteiler direkt an Ihren Träger. Dieser ist für die Pflege der Kontaktdaten der Sprach-Kita und der zusätzlichen Fachkraft bzw. Fachberatung in der Datenbank Prodaba2020 verantwortlich. Die Servicestelle kann grundsätzlich keine E-Mail-Adressen ändern oder hinzufügen.

Die Module findet der Träger nach dem Login in der Datenbank der Servicestelle Sprach-Kitas unter https://prodaba2020.gsub-intern.de/start. Eine ausführliche Handlungsanleitung zur Vorhabenverwaltung steht als PDF-Download unter http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/handlungsanleitungen/ zur Verfügung.

Da die im Menü „Vorhaben“ hinterlegten Informationen für die gesamte Kommunikation seitens der Servicestelle mit den beteiligten Trägern, Kitas und Fachberatungen genutzt werden, bitten wir die Träger, die Daten regelmäßig zu überprüfen und im gegebenen Fall gemäß Handlungsanleitung entsprechende Aktualisierungen vorzunehmen.

Informationen zur zusätzlichen Fachberatung „Sprach-Kitas“

Aufgaben der zusätzlichen Fachberatung „Sprach-Kitas“ sind insbesondere:

  • Begleitung der zusätzlichen Fachkräfte, der Kita-Leitungen und der Kita-Teams inhouse, mit dem Ziel, die Qualität der Einrichtungen zu erhöhen (alle sechs bis zehn Wochen),
  • Qualifizierung der Tandems aus zusätzlichen Fachkräften und Kita-Leitungen zu den Handlungsfeldern des Programms (Arbeitskreise) unter Berücksichtigung des Wechselspiels von Theorie, Praxis- und Reflexionsphasen sowie die Koordination von externen Fortbildungen/ Qualifizierungen,
  • Förderung von Teambildungsprozessen,
  • Unterstützung der Einrichtungen bei der Konzept- bzw. Konzeptionsentwicklung im Bereich sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien unter Berücksichtigung der Qualitätsmanagementkonzepte der jeweiligen Träger und Einrichtungen sowie Rückkoppelung der Prozesse an die für die Einrichtungen zuständigen Fachberatungen der jeweiligen Träger,
  • Organisation des Austauschs mit den zusätzlichen Fachkräften in den Einrichtungen des Verbundes und Mittlerfunktion zwischen anderen beteiligten Akteuren (Verbund- und Netzwerktreffen).

Für die zusätzliche Fachberatung ist darüber hinaus zu beachten:

  • Sie soll grundsätzlich für zehn bis 15 Kindertageseinrichtungen (oder mehr) im Verbund zuständig sein.
  • Die Aufgaben der zusätzlichen Fachberatung müssen personell klar von Aufgaben der Dienstaufsicht getrennt sein. Das bedeutet eine im Rahmen des Bundesprogramms beschäftigte Fachberatung kann nicht auch mit dem ggf. schon vorhandenen Stellenanteil mit Aufgaben der Dienstaufsicht für die zu beratenden Einrichtungen betraut sein.
  • Ihr Beratungsangebot richtet sich nach dem jeweiligen Unterstützungsbedarf der Einrichtung. Die zusätzliche Fachberatung soll mit den Einrichtungen ihres Verbundes in engem Kontakt stehen und sie regelmäßig besuchen (alle sechs bis zehn Wochen).
  • Die Fachberatung selbst nimmt an den acht Qualifizierungskursen des Bundesprogramms durch PädQUIS sowie an den bereits bestehenden bzw. entstehenden regionalen Netzwerktreffen teil.

Unsere „Arbeitshilfe für Fachberatungen“, in denen mögliche erste Schritte als zusätzliche Fachberatung im Bundesprogramm beschrieben sind, finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.plattform-sprach-kitas.de/ilias.php?ref_id=5005&cmd=render&cmdClass=ilrepositorygui&cmdNode=og&baseClass=ilRepositoryGUI .

Wichtig: Es ist ausdrücklich nicht die Aufgabe der zusätzlichen Fachberatung, Monitoring, Mittelabrufe oder Zwischennachweise der Sprach-Kitas auszufüllen. Diese Aufgabe liegt laut Zuwendungsbescheid in der Verantwortung/Pflicht des jeweils umsetzenden Kita-Trägers.

Maßgeblich sind zunächst die Anforderungen, die für das jeweilige Bundesland gelten. Sind diese erfüllt, sollen im zweiten Schritt die folgenden Anforderungen des Programms erfüllt werden:

  • akademischer Abschluss aus dem sozial-pädagogischen oder pädagogischen Bereich (bzw. abweichend pädagogische Fachkraft mit der Zusatzqualifikation Leiterin bzw. Leiter einer Kindertageseinrichtung und einer sechsjährigen Praxis als Leitungskraft),
  • spezielle Kenntnisse im Bereich sprachlicher Bildung sowie Inklusion und/oder Zusammenarbeit mit Familien (z.B. nachzuweisen durch entsprechende Fort- und Weiterbildungen),
  • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung als Fachberaterin bzw. Fachberater,
  • Erfahrungen in den Bereichen Beratung, Coaching, Erwachsenenbildung o.ä. im Praxisfeld der Kindertageseinrichtungen.

Aus den aufgeführten Qualifikationen und Aufgaben ergibt sich die verbindliche Eingruppierung der zusätzlichen Fachberatung (Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S17 bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/ Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S17). In Ausnahmefällen ist eine Eingruppierung in bzw. analog TVöD S15 möglich.

Nein, das ist aufgrund des unterschiedlichen Anforderungs- und Aufgabenprofils der zusätzlichen Fachberatung und der zusätzlichen Fachkraft bzw. Leitungskraft nicht möglich. Die Fachberatung kann aber im Rahmen einer weiteren halben Stelle in einer Sprach-Kita eines anderen Verbundes, den sie nicht als Fachberatung begleitet, als zusätzliche Fachkraft oder Kita-Leitung tätig sein. 

Vor der Antragstellung einigen sich die Träger der Einrichtungen eines Verbundes auf eine gemeinsame Fachberatung. Die zusätzliche Fachberatung selbst ist grundsätzlich Teil der Trägerstruktur der Einrichtungen des Verbundes, was auch dessen übergeordnete Trägerebene bzw. spitzenverbandliche Ebene einschließt, oder ist an den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe bzw. an einen von ihm beauftragten Träger angebunden. Beispielsweise kann für konfessionelle Einrichtungen, die bei einzelnen Kirchengemeinden angesiedelt sind, die Fachberatung durch den jeweiligen Kreis-, Landes- oder Bundesverband der freien Wohlfahrtspflege gewährleistet werden. Dies gilt ebenso für einen Verbund aus Einrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft. Die zusätzliche Fachberatung kann auch bei einem Träger angesiedelt sein, der keine geförderte Einrichtung im Bundesprogramm hat.

Die Beschäftigung der Fachberatung muss laut Förderrichtlinie in sozialversicherungspflichtiger Form beim Zuwendungsempfänger erfolgen. Honorarkräfte erfüllen diese Voraussetzung nicht. Eine Aufteilung der geförderten halben Stelle (mind. 19,5 Wochenstunden) auf mehrere Fachberatungen ist nicht zulässig. Ebenso ist eine anteilige programmfinanzierte Stellenaufstockung für die Begleitung besonders großer Verbünde nicht möglich.

Der Stellenanteil bereits angestellter Fachberatungen kann nicht aus den Mitteln des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ refinanziert werden, der Stellenanteil muss immer zusätzlich sein. Bereits angestellte teilzeitbeschäftigte Fachberatungen können durch Aufstockung um eine zusätzliche halbe Stelle (mind. 19,5 Wochenstunden) die Funktion einer zusätzlichen Fachberatung übernehmen. Wird eine bereits beschäftigte, geeignete Fachberatung im neuen Aufgabenfeld tätig, übernimmt eine neu eingestellte oder „aufgestockte“ weitere Fachberatung ihre bisherigen Aufgaben. Insgesamt verbessert sich somit die Personalausstattung der Fachberatung.

Nein, eine zusätzliche Finanzierung der Ausgaben für die Fachberatung aus den Zuwendungen an die Träger der Einrichtungen ist nicht zulässig. Sowohl die auf die Fachkräfte entfallenden jeweils 25.000 € pro Jahr als auch die auf die Fachberatung entfallenden 32.000 € pro Jahr stellen Zuschüsse und keine Vollfinanzierung der Stellen und zugehörigen Sachmittel dar.

Eine Bezuschussung der Fachberatungsausgaben aus den auf die Fachkräfte entfallenden Zuwendungen würde eine unzulässige Erhöhung dieses vom Bund gewährten Pauschalbetrags bedeuten.

Grundsätzlich ist das möglich. Der Träger der Fachberatung muss jedoch zwei gesonderte verbundbezogene Anträge stellen und erhält jeweils einen zugehörigen separaten Zuwendungsbescheid. Eine zusätzliche Fachberatung der ersten Förderwelle kann nach erfolgter Antragstellung auch einen Verbund mit Einrichtungen der zweiten Förderwelle begleiten.

Die Stelle der zusätzlichen Fachberatung muss zeitnah nach Bewilligungsbeginn (in der Regel spätestens nach drei Monaten) besetzt sein. Für die Zeit der Nichtbesetzung der Stelle erfolgt keine Förderung der Fachberatung. Dies gilt auch für Stellenvakanzen zu einem späteren Zeitpunkt. Falls einzelne Fachberatungsstellen gar nicht besetzt werden können, scheidet dieser Träger aus dem Bundesprogramm aus. Bitte setzen Sie sich bei Rückfragen hierzu mit uns in Verbindung unter service@sprach-kitas.de.

Die zusätzlichen Fachkraftstellen in den Einrichtungen der Verbünde mit bereits besetzten Stellen können gefördert werden, auch wenn die Stelle der Fachberatung im Verbund noch nicht besetzt ist.

Die Förderung der einzelnen Einrichtungen bzw. der Fachberatung im Programmverlauf hängt nicht zwingend von der Anzahl der Einrichtungen im Verbund ab. Das bedeutet, dass auch Einrichtungen bzw. Fachberatungen aus Verbünden, bei denen im Zeitverlauf die Anzahl der Einrichtungen unter zehn fällt, grundsätzlich weiter gefördert werden können.

Der pauschale Förderbetrag wird grundsätzlich für jeden Tag der Stellenbesetzung berechnet. In folgenden Fällen entfällt der Anspruch auf die Förderung, sofern keine nahtlose Nachbesetzung erfolgt:

  • Erkrankung der Fachberatung mit Lohnfortzahlung durch Dritte (in der Regel ab der 7. Krankheitswoche),
  • Beschäftigungsverbot/Mutterschutz,
  • unbezahlter Urlaub.

Bitte schicken Sie in einem solchen Fall eine E-Mail unter Angabe der Dok.-Nr. an service@sprach-kitas.de mit detaillierten Informationen zum Ausfall bzw. Neueintritt der zusätzlichen Fachkraft.

Bei Schwangerschaft der zusätzlichen Fachberaterin kann zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin geklärt werden, ob eine Ausübung der Fachberaterinnen-Tätigkeit von außerhalb der Sprach-Kitas möglich und sinnvoll ist (teilweises Beschäftigungsverbot). Treffen mit Kita-Tandems könnten – für einen begrenzten Zeitraum – außerhalb der Einrichtung in neutralen Räumen stattfinden. Die inhaltliche Arbeit, beispielsweise an der Einrichtungskonzeption oder an Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumenten sowie die Vorbereitung interner Teamfortbildungen, könnte ebenfalls von außerhalb der Kita erfolgen. Die letztendliche Entscheidung über den Umgang mit dem Beschäftigungsverbot trifft der Arbeitgeber gemeinsam mit der Arbeitnehmerin.

Sollte im Laufe des Programms das Arbeitsverhältnis zwischen Träger und zusätzlicher Fachberatung enden/beendet werden, senden Sie bitte zunächst eine E-Mail an service@sprach-kitas.de, in der Sie uns unter Angabe der Dok.-Nr. das Austrittsdatum der vorherigen zusätzlichen Fachberatung und ggf. das Eintrittsdatum und den Namen der neuen zusätzlichen Fachberatung mitteilen. Bitte melden Sie die Einstellung einer neuen zusätzlichen Fachberatung im Bundesprogramm, indem Sie uns den unterzeichneten Einstellungsnachweis postalisch einsenden (Servicestelle Sprach-Kitas, c/o gsub mbH, Kronenstr. 6, 10117 Berlin). Diesen finden Sie auf http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/formulare_fachberatung/.

Kann die Stelle der zusätzlichen Fachberatung nicht nahtlos nachbesetzt werden, so hat dies im Rahmen der Bewilligung als Festbetragsfinanzierung mit festen Beträgen die Konsequenz, dass der pauschale Förderanspruch für die Fachberatung für jeden Tag der Nichtbesetzung entfällt. Durch eine Vakanz der zusätzlichen Fachberatungsstelle entfällt grundsätzlich nicht der Anspruch der beteiligten Einrichtungen auf die Förderung der jeweiligen Fachkraftstelle. Ist die Stelle der Fachkraft besetzt, so besteht weiterhin ein Anspruch auf die Förderung der Fachkraftstellen, auch wenn temporär keine zusätzliche Fachberatung im Rahmen des Verbundes existiert.

Der Stellenmarkt des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe ermöglicht die Suche nach offenen Stellen im Bereich sprachliche Bildung und Fachberatung (www.jugendhilfeportal.de/stellenmarkt/). Um die Zuordnung zum Bundesprogramm zu erleichtern, verwenden Sie bitte für das Stellenangebot den Zusatz „Sprach-Kita“ [Bsp. Sprach-Kita – Fachberatung (m/w)]. Über die Recherche-Funktionen können Sie dann selbständig nach passenden Angeboten suchen.

Mit der Qualifizierung der zusätzlichen Fachberatungen des Bundesprogramms wurde die PädQUIS gGmbH – An-Institut der Alice Salomon Hochschule Berlin - beauftragt. Die Qualifizierung findet in Form von regionalen Netzwerken bestehend aus ca. 15 Fachberatungen statt, die über 2,5 Jahre fortgebildet und kontinuierlich begleitet werden. Inhalt der acht Qualifizierungsblöcke sind schwerpunkt-mäßig die Handlungsfelder des Bundesprogramms: alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien. In der Qualifizierung werden die Fachberatungen auf ihre Multiplikatorentätigkeit durch die Vermittlung entsprechender Methoden vorbereitet. PädQUIS sieht ein umfassendes Qualifizierungsmodell vor, in welchem die Fachberatungen ihrerseits die Einrichtungstandems in regelmäßig stattfindenden Arbeitskreisen qualifizieren und darüber hinaus die Qualifizierungsinhalte in den Kita-Teams systematisch verankern. Innerhalb der Qualifizierungskurse wird zudem die Vernetzung der Fachberatungen untereinander und im Gesamtsystem angeregt und unterstützt. PädQUIS wird sich direkt mit den Trägern der Fachberatungen in Verbindung setzen und nähere Informationen sowie Termine bekannt geben.

Die zusätzlichen Fachberatungen sind verpflichtet, an insgesamt acht halbjährlichen Qualifizierungs-blöcken teilzunehmen (in den ersten zweieinhalb Jahren fünf Blöcke à drei Tage; in den letzten eineinhalb Jahren drei Blöcke à ein Tag). Zwischen den Blöcken sollte jede Fachberatung insgesamt 54 Arbeitskreisstunden (neun Arbeitskreise à sechs Stunden) mit den beteiligen Kita-Tandems des Verbundes durchführen. Bei weiteren Fragen zur Qualifizierung der Fachberatung wenden Sie sich bitte direkt an PädQUIS unter der Rufnummer 030 720061 34 bzw. per E-Mail unter sprach-kitas-qualifizierung@paedquis.de. Die Sprechzeiten sind Di und Do von 10.00 – 12.00 Uhr und von 14.00 – 16.00 Uhr.

In Qualifizierungskursen werden die zusätzlichen Fachberatungen durch die PädQUIS gGmbH auf ihre Multiplikatorentätigkeit durch die Vermittlung von fachlichem Input sowie entsprechender Methoden vorbereitet. Die Fachberatungen sind im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ verpflichtet, an der Qualifizierung teilzunehmen.

Mit den vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ vorgegebenen Arbeitskreisen sind Qualifizierungstreffen gemeint, in der die zusätzliche Fachberatung die Inhalte der PädQUIS-Qualifizierungskurse an die Kita-Tandems (bestehend aus Kita-Leitung und zusätzlicher Fachkraft) weitergibt. Ein Arbeitskreis besteht grundsätzlich aus der zusätzlichen Fachberatung und allen Kita-Tandems im Verbund.

Verbundtreffen sind alle Treffen im Verbund, die über die Arbeitskreise hinausgehen. Diese Treffen sind nicht vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ vorgegeben und dienen hauptsächlich dem fachlich-inhaltlichen Austausch und der Vernetzung zwischen Verbund-Kitas und ggf. zusätzlicher Fachberatung.

Netzwerktreffen sind sozialräumliche/regionale und fachlich-inhaltliche Treffen, in denen Kitas und weitere Akteure, die mit sprachlicher und/oder frühkindlicher Bildung befasst sind zum Zweck des fachlich-inhaltlichen Austauschs zusammenkommen. Diese Treffen sind nicht vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ vorgegeben.

Für die Verwaltung der Kontaktdaten der geförderten Fachberatungen und deren Träger im Web-Portal unter https://prodaba2020.gsub-intern.de/start sind die Träger (Administratoren) zuständig. Beachten Sie bitte, dass die Kontaktdaten durch die Administratoren beim Träger selbständig aktuell gehalten werden müssen, da die im Menü „Vorhaben“ hinterlegten Informationen für die gesamte Kommunikation seitens der Servicestelle mit den beteiligten Trägern, Fachberatungen und Fachkräften genutzt werden. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an die Servicestelle Sprach-Kitas unter service@sprach-kitas.de bzw. Tel. 030 284 09 593 wenden.

Bitte wenden Sie sich für eine Aufnahme in den Mailverteiler direkt an Ihren Träger. Dieser ist für die Pflege der Kontaktdaten der Sprach-Kita und der zusätzlichen Fachkraft bzw. Fachberatung in der Datenbank Prodaba2020 verantwortlich. Die Servicestelle kann grundsätzlich keine E-Mail-Adressen ändern oder hinzufügen.

Die Module findet der Träger nach dem Login in der Datenbank der Servicestelle Sprach-Kitas unter https://prodaba2020.gsub-intern.de/start. Eine ausführliche Handlungsanleitung zur Vorhabenverwaltung inkl. Verbunddaten steht als PDF-Download unter http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/handlungsanleitungen/ zur Verfügung.

Da die im Menü „Vorhaben“ hinterlegten Informationen für die gesamte Kommunikation seitens der Servicestelle mit den beteiligten Trägern, Kitas und Fachberatungen genutzt werden, bitten wir die Träger, die Daten regelmäßig zu überprüfen und im gegebenen Fall gemäß Handlungsanleitung entsprechende Aktualisierungen vorzunehmen. Zusätzlich sollten die Träger einer Fachberatung regelmäßig im Menü „Verbunddaten“ kontrollieren, ob dort alle Ihrem Verbund / Ihren Verbünden zugehörigen Einrichtungen aufgeführt und korrekt zugeordnet sind. Sollten sich Abweichungen ergeben, so teilen Sie den Sachverhalt der Servicestelle bitte per E-Mail an service@sprach-kitas.de mit. Es wird daraufhin die zugehörige Korrektur der Verbunddaten vorgenommen.

Berichtspflichten und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesprogramm

Die Fördermittelempfänger sind laut Bewilligungsbescheid verpflichtet, jährlich Monitoringdaten zu übermitteln. Der Fragebogen ist von der über das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ geförderten zusätzlichen Fachkraft gemeinsam mit der Kita-Leitung zu bearbeiten. Die zusätzliche Fachberatung bearbeitet einen eigenen Fragebogen. Der Monitoring-Abgabetermin ist der 30.11. mit Stichtag 01.09. des jeweiligen Jahres. Der Monitoring-Abgabetermin mit Stichtag 01.03. des jeweiligen Jahres entfällt fortan.

Darüber hinaus ist bis zum 28.02. des Folgejahres jährlich ein Zwischennachweis einzureichen. Dieser besteht aus einem kurzen inhaltlichen Sachbericht zur Programmumsetzung und einem vereinfachten Finanzbericht. Für Monitoring und Zwischennachweise sind die Formulare der passwortgeschützten Datenbank Prodaba2020 (https://prodaba2020.gsub-intern.de/) zu verwenden. Die Träger werden per E-Mail über die Bereitstellung der Formulare informiert und haben dann in der Regel zwei Monate Zeit, diese abschließend zu bearbeiten und zu übermitteln.

Für das fristgemäße Ausfüllen und Übermitteln von Monitoring, Mittelabruf und Zwischennachweis sind die Sprach-Kitas bzw. Einrichtungsträger verantwortlich, nicht die den Verbund betreuende zusätzliche Fachberatung. Die zusätzliche Fachberatung ist, gemeinsam mit ihrem Fachberatungsträger, ausschließlich für ihre eigenen Berichtspflichten verantwortlich.
Bitte beachten Sie: Mittelanforderungen und Zwischen-/Verwendungsnachweise sind nach der Online-Versendung auszudrucken und unterschrieben bei der Servicestelle Sprach-Kitas (Servicestelle Sprach-Kitas, c/o gsub mbH, Kronenstr. 6, 10117 Berlin sowie unter service@sprach-kitas.de) einzureichen. Das Monitoring kann nicht ausgedruckt, sondern nur online übermittelt werden. Das Ansichtsexemplar des aktuellen Monitorings sowie die dazugehörige Handreichung finden Sie unter http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/ sowie auf der Online-Plattform unter www.plattform-sprach-kitas.de (→ Intern → Formulare und Dokumente).

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist für die Öffentlichkeitsarbeit zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ verantwortlich. Gemäß den Bestimmungen des Zuwendungsbescheides sind Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf das geförderte Projekt mit der Servicestelle Sprach-Kitas abzustimmen. Veröffentlichungen, die das geförderte Projekt betreffen, sind der Servicestelle unter Angabe Ihrer Dok.-Nr. in elektronischer Form zu übersenden.

Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ können selbstverantwortlich von den beteiligten Trägern und Einrichtungen gestaltet werden. Bitte beachten Sie dabei: In jeder Veröffentlichung (z. B. Publikation,  Bericht, Broschüre, Faltblatt, Einrichtungsflyer,Internetseite, Handout), jeder sonstigen Informationsmaßnahme (z. B. Pressemitteilung, Ankündigung, Einladung), auf jeder Hinweistafel sowie bei jeder sonstigen Aktivität (z. B. Interview, Rede, Präsentation) muss auf die Förderung durch das BMFSFJ hingewiesen werden.

Bitte verwenden Sie für Pressemitteilungen, die nicht mit der Servicestelle abgestimmt werden müssen, den folgenden Textbaustein und achten Sie auf eine korrekte Benennung des Bundesprogramms:

  • Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. Von Januar 2016 bis Dezember 2019 stellt der Bund insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wurden bis zu 4.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den Kitas und in der Fachberatung geschaffen. Das Budget für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ wird verdoppelt, damit in einer zweiten Förderphase weiteren Einrichtungen und Fachberatungen von 2017 bis 2020 die Beteiligung am Programm ermöglicht wird.

In sonstigen Fließtexten verwenden Sie bitte den folgenden Textbaustein:

  • „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Programmbegleitende Unterstützung der Sprach-Kitas und Fachberatungen

Begleitend zur finanziellen Zuwendung werden die Sprach-Kitas und zusätzlichen Fachberatungen fachlich bzw. programmorganisatorisch unterstützt. Neben der Beratung zur Programmumsetzung durch die Servicestelle Sprach-Kitas werden ihnen „Startermaterialien“ zur Verfügung gestellt. PädQUIS qualifiziert die Fachberatungen, berät diese inhaltlich und begleitet die regionale Netzwerkbildung. Auf Starter- und Regionalkonferenzen können sich pädagogische Fachkräfte, Fachberatungen und Träger miteinander und mit den Programmpartnern austauschen. Im Rahmen von themenbezogenen Telefonkonferenzen werden verschiedene inhaltliche Schwerpunkte aufgegriffen und diskutiert. Wichtige Informationen und Angebote der Servicestelle Sprach-Kitas sind auf der Online-Plattform unter http://www.plattform-sprach-kitas.dehinterlegt. Das Portal „Frühe Chancen“ http://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/ informiert über das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.

Die Online-Plattform unter www.plattform-sprach-kitas.de ist ein Angebot des BMFSFJ für die Beteiligten am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“. Die inhaltliche Umsetzung der Plattform geschieht in Kooperation zwischen der Servicestelle Sprach-Kitas und PädQUIS. Mit diesem Angebot werden Kita-Tandems aus zusätzlicher Fachkraft und Kita-Leitung sowie Fachberaterinnen und Fachberater bei der Umsetzung der Inhalte des Bundesprogramms unterstützt.

Die Online-Plattform kann zum projektbezogenen Austausch mit anderen Kitas im Verbund und mit der Fachberatung genutzt werden. Es wurden themenspezifische Video-Tutorials sowie Handreichungen erarbeitet, in denen die Handhabung der Plattform erläutert wird. Weitere Informationen über die Nutzung der einzelnen Funktionen der Online-Plattform finden Sie nach Ihrer Anmeldung im internen Bereich unter https://www.plattform-sprach-kitas.de.  

Für die gelingende Umsetzung der Programmziele ist die Online-Plattform von großer Bedeutung für alle Beteiligten des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“, da hier wichtige programmrelevante Informationen und Materialien bereitgestellt werden (zum Beispiel Rundmails und Telefonkonferenzen). Haben Sie als zusätzliche Fachberatung noch keinen Zugang zur Online-Plattform, dann setzen Sie sich bitte per E-Mail mit der Servicestelle Sprach-Kitas in Verbindung (kontakt@plattform-sprach-kitas.de). Zusätzliche Fachkräfte und Kita-Leitungen erhalten ihren Zugang von der zusätzlichen Fachberatung. Zusätzliche Fachberatungen erhalten ihren Zugang sowie die Zugänge für ihre Verbundmitglieder zeitnah nach dem Besuch des ersten Qualifizierungsblocks. Weitere Informationen finden Sie in den FAQs zur Online-Plattform unter https://www.plattform-sprach-kitas.de → „Allgemeine Informationen“ → „FAQ“.

Um den Einstieg in das Programm zu erleichtern, bekommen alle Sprach-Kitas und Fachberatungen automatisch ein Starterpaket mit nützlichen Informationen und Materialien zugeschickt. Das Starterpaket enthält u.a. den deutschsprachigen Elternflyer zum Bundesprogramm sowie die Programmbroschüre, einen Praxisordner mit einem Leitfaden zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Informationen zum Umgang mit Datenschutz sowie Literaturempfehlungen und einer Praxishilfe. Alle geförderten Einrichtungen erhalten eine Plakette, die bereits im Eingangsbereich der Einrichtung auf die Teilnahme am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ aufmerksam machen soll. Weiterhin werden den Sprach-Kitas und den Trägern der Fachberatungen jeweils vier Plakate mit Beispielen guter Praxis zugesandt, die Sie in Ihrer Einrichtung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie interessierte Eltern aushängen können. Die Inhalte des Starterpakets der ersten Förderwelle können Sie auch online einsehen unter: http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/starterpaket/ bzw. unter www.plattform-sprach-kitas.de.

Seit November 2016 ist der deutschsprachige Elternflyer der ersten Förderwelle (5FL190) auch in den Sprachen Russisch (5FL219), Arabisch (5FL216), Türkisch (5FL220), Englisch (5FL217) und Französisch (5FL218) verfügbar. Eine Bestellung der Flyer und der Broschüre (5BR204) der ersten Förderwelle ist ausschließlich direkt beim Publikationsversand der Bundesregierung möglich: 

Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
Tel.: 030 182722721
Fax: 030 18102722721
E-Mail: publikationen@bundesregierung.de

Diese und weitere fremdsprachige Flyer (in Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch und Serbisch) der ersten Förderwelle sind auch als PDF auf der Online-Plattform „Sprach-Kitas" unter https://www.plattform-sprach-kitas.de/ilias.php?ref_id=3246&cmd=render&cmdClass=ilrepositorygui&cmdNode=og&baseClass=ilRepositoryGUI für Sie zum Download verfügbar.

Nach Programmstart wird auf sogenannten Starterkonferenzen den zusätzlichen Fachkräften, Fachberatungen und Kita-Leitungen die Gelegenheit geboten, das Programm und die beteiligten Akteure besser kennenzulernen und sich verbundübergreifend auszutauschen. In der Zeit von Mai bis Oktober 2016 (außerhalb der Sommerferien) fanden insgesamt 15 regionale Starterkonferenzen für die erste Förderwelle statt. Die neun Starterkonferenzen für die zweite Förderwelle fanden zwischen Mai und Juli 2017 statt. Darüber hinaus werden in der zweiten Hälfte der Programmlaufzeit, voraussichtlich Ende 2018/ Anfang 2019 Regionalkonferenzen angeboten. Genauere Informationen folgen.

Um dem großen Interesse der Sprach-Kitas an fachlicher Unterstützung und Begleitung bei der Umsetzung des Bundesprogramms nachzukommen, führt die Servicestelle Sprach-Kitas regelmäßig Telefonkonferenzen zu programmrelevanten fachlichen Themen durch. Diese gliedern sich in einen Vortrag einer Referentin bzw. eines Referenten und eine anschließende Frage- bzw. Diskussionsrunde. Aufgegriffen werden Themen rund um die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien. Die Vorträge und Präsentationen werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Telefon und am Bildschirm des kitaeigenen PCs oder Laptops verfolgt und werden anschließend allen Kita-Tandems und zusätzlichen Fachberatungen zum Nachlesen und Nachhören im Bereich „Für die Praxis“ zur Verfügung gestellt: https://www.plattform-sprach-kitas.de.

Kontakt und weitere Informationen

Servicestelle Sprach-Kitas

  • Koordinierung und Umsetzung des Programms
  • Fachliche und inhaltliche Beratung der Programmbeteiligten
  • Finanztechnisches Beratung
  • Monitoring und Prüfung der Umsetzung
  • Online-Plattform „Sprach-Kitas“

Fachlich-inhaltliche Beratung:
Per Telefon: 030 – 390 634 710
Per E-Mail: kontakt@sprach-kitas.de
kontakt@plattform-sprach-kitas.de (Online-Plattform)
Sprechzeiten: Mo, Di, Mi, Fr 9.00 - 12.00 Uhr und Do 14.00 - 17.00 Uhr

Finanztechnische Beratung:
Per Telefon: 030 – 28 4095-93
Per E-Mail: service@sprach-kitas.de
Sprechzeiten: Mo, Di, Mi, Fr 9.00 - 12.00 Uhr und Do 14.00 - 17.00 Uhr


PädQUIS gGmbH (An-Institut der Alice Salomon Hochschule und der Karl-Franzens-Universität Graz)

• Qualifizierung der Fachberaterinnen und Fachberater der Sprach-Kitas
• Inhaltliche Beratung der Fachberaterinnen und Fachberater
• Begleitung der regionalen Netzwerkbildung

Per Telefon: 030 - 72 00 61 34
Per E-Mail: sprach-kitas-qualifizierung@paedquis.de
Sprechzeiten: Di und Do 10.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr


Evaluation des Bundesprogramms

Freie Universität Berlin (Prof. Dr. Yvonne Anders)
Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Dr. Katharina Kluczniok, Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach)

• Untersuchung der Auswirkungen des Bundesprogramms in ausgewählten Verbünden der ersten Förderwelle
• Befragungen von Einrichtungen, Trägern, Fachberatungen und Familien
• Vertiefte Einzelfallstudien
• Ableitung von Best Practice aus den Evaluationsergebnissen

Per E-Mail: Freie Universität Berlin: sprach-kitas-evaluation@ewi-psy.fu-berlin.de
Otto-Friedrich-Universität Bamberg: sprach-kitas-evaluation.efp@uni-bamberg.de


Viele Informationen zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ finden Sie auch auf den Internetseiten https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/ und http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/.

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