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FAQs zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Alle FAQs zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ (PDF, 310 KB, nicht barrierefrei)

Ausgewählte Fragen und Antworten zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“

Das übergeordnete Ziel des Programms liegt in der Verbesserung der Angebote sprachlicher Bildung in Kindertageseinrichtungen und der Qualität der Kindertagesbetreuung. Dafür werden Entwicklungsprozesse in den folgenden Bereichen angestoßen:

  • Stärkung des Systems früher Bildung mit Hilfe von Funktionsstellen in den Kindertageseinrichtungen,
  • Qualifizierung und Spezialisierung von zusätzlichen Fachkräften in den Handlungsfeldern sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien,
  • fachliche Unterstützung und Weiterentwicklung der Kita-Teams sowie Weiterentwicklung der Einrichtungskonzeptionen,
  • Stärkung und Qualifizierung des Unterstützungssystems (Fachberatung) sowie
  • Schaffen von Aufstiegsmöglichkeiten für berufserfahrene Erzieherinnen und Erzieher.

1. Zusätzliche Fachkräfte „Sprach-Kitas“ in Kindertageseinrichtungen

Die Träger der Kindertageseinrichtungen erhalten einen Zuschuss zu den Personalausgaben für eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle (mindestens 19,5 Wochenstunden) mit herausgehobener und schwieriger, verantwortungsvoller Tätigkeit (Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S8b bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/ Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S8b) sowie zu projektbezogenen Sachausgaben und Gemeinkosten in Höhe von insgesamt 25.000 € pro Jahr.

Da es sich bei der Förderung durch das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ um einen pauschalen Beitrag für Personal- und Sachausgaben handelt und es daher keine definierte Aufteilung zwischen beiden gibt, kann die Zuwendung somit auch für ggf. weitere vorhabenbezogene Ausgaben, z.B. fachliche Materialien, technische Ausstattung, Fortbildungen etc. eingesetzt werden. Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Zuschuss handelt, der nicht zwingend sämtliche mit dem Vorhaben verbundene Ausgaben deckt. Wir empfehlen, ein festes jährliches Sachmittelbudget für jede teilnehmende Kita bereitzustellen, um die Arbeit der zusätzlichen Fachkräfte und die Programmumsetzung in den Einrichtungen materiell sicherzustellen.

2. Kontinuierliche Unterstützung durch zusätzliche Fachberatungen „Sprach-Kitas“

Die Träger der Fachberatung erhalten einen Zuschuss zu den Personalausgaben für eine zusätzliche halbe Stelle (mindestens 19,5 Wochenstunden, Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S17 bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S17)* sowie zu projektbezogenen Sachausgaben und Gemeinkosten in Höhe von insgesamt 32.000 € pro Jahr. Da es sich bei der Förderung durch das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ um einen pauschalen Betrag für Personal- und Sachausgaben handelt und es daher keine definierte Aufteilung zwischen beiden gibt, kann die Zuwendung somit auch für ggf. weitere vorhabenbezogene Ausgaben, z.B. fachliche Materialien, technische Ausstattung, Fortbildungen etc. eingesetzt werden. Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Zuschuss handelt, der nicht zwingend sämtliche mit dem Vorhaben verbundene Ausgaben deckt. Wir empfehlen, ein festes Sachmittelbudget für jede teilnehmende Kita bereitzustellen, um die Arbeit der zusätzlichen Fachberatungen und die Programmumsetzung in den Einrichtungen materiell sicherzustellen.

*In Ausnahmefällen ist eine Eingruppierung in bzw. analog TVöD S 15 möglich.

Eine Antragstellung ist  aktuell nur noch im Falle frei werdender Kapazitäten (Rückzug von antragsberechtigten Kitas aus dem Bundesprogramm) möglich. Es existieren Nachrückerlisten von an der Teilnahme am Bundesprogramm interessierten Kitas. Diese werden bei Rückzug von antragsberechtigten Kitas aus dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ sukzessive von der Servicestelle Sprach-Kitas zur Antragstellung aufgefordert. Bitte beachten Sie: Ein Antrag kann auch dann gestellt werden, wenn Ihre Einrichtung noch keinem Verbund angehört oder die Stellen der zusätzlichen Fachkraft und/oder zusätzlichen Fachberatung noch nicht besetzt sind. Bei Unsicherheiten oder Fragen rund um die Antragstellung wenden Sie sich bitte an die fachlich-inhaltliche Beratung der Servicestelle Sprach-Kitas (kontakt@sprach-kitas.de bzw. telefonisch unter 030 - 390 634 710, Sprechzeiten: Mo, Di, Mi, Fr 9.00 – 12.00 Uhr und Do 14.00 – 17.00 Uhr).

Mit der Umsetzung des Bundesprogramms sind zusätzliche Aufgaben für die Einrichtungsleitung verbunden, wie z.B. Beteiligung an insgesamt neun Arbeitskreisen (à sechs Stunden) und Inhouse-Schulungen durch die für den Verbund zuständige zusätzliche Fachberatung, Teamentwicklung, Weiterentwicklung der Einrichtungskonzeption etc. Hierfür benötigt die Einrichtungsleitung zeitliche Ressourcen. Der Antragsteller musste schriftlich erklären, dass die Leitungskraft in angemessenem Umfang für Steuerungs-, Koordinierungs- und konzeptionelle Weiterentwicklungsaufgaben zur Verfügung steht. Zudem hat die Einrichtungsleitung im Antrag ihre Bereitschaft an der Umsetzung des Bundesprogramms erklärt.

Der Einrichtungsverbund soll sich grundsätzlich aus zehn bis 15 Einrichtungen (oder mehr) zusammensetzen*.  Dies können sowohl Einrichtungen eines Trägers als auch Einrichtungen von verschiedenen Trägern (trägerübergreifende Verbünde) sein. Voraussetzung für die Verbundbildung ist, dass alle Verbundpartner das Interessenbekundungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben und in räumlicher Nähe zueinander liegen.

Im Rahmen der Verbundbildung einigen sich die Träger innerhalb des Verbundes untereinander, welcher Träger die zusätzliche Fachberatung „Sprach-Kitas“ stellt und den Antrag hierfür einreichen wird. Verbünde können auch durch eine Fachberatung des örtlichen Trägers der Kinder- und Jugendhilfe (Jugendämter) bzw. durch einen vom Jugendamt beauftragten Träger begleitet werden. Bei räumlicher Nähe ist auch eine Verbundgründung über die Grenzen eines Kreises (Landkreis bzw. Kommune) sowie eines Bundeslandes hinaus möglich. Zur Unterstützung bei der Verbundbildung finden Sie eine Übersicht der antragsberechtigten Einrichtungen der zweiten Förderwelle unter: http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/muster_und_dokumente/handlungsanleitungen/uebersichtslisten/.

Einen Überblick über die Standorte der aktuell bewilligten Kindertageseinrichtungen und Fachberatungen beider Förderwellen finden Sie auf der Projekt-Landkarte. Bitte wählen Sie hier unter den Filteroptionen das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ und „Sprach-Kitas Fachberatungen“ aus. Sprach-Kitas und Fachberatungen sind getrennt aufgeführt.

Grundsätzlich ist einer förderfähigen Einrichtung, die noch keinem Verbund angehört, der Zugang zu einem bestehenden Verbund nicht zu verwehren, wenn der Verbund nicht bereits aus 15 Einrichtungen besteht. Damit sollen auch Einrichtungen kleinerer Träger die Möglichkeit einer Teilnahme erhalten. Dies gilt insbesondere für solche Einrichtungen, die durch das Nachrückverfahren erst zu einem späteren Zeitpunkt in das Bundesprogramm aufgenommen wurden. Wenn sich die Verbundbildung in Ihrer Region schwierig gestaltet, kontaktieren Sie bitte unter Angabe Ihrer Dok.-Nr. und Kita-Anschrift die Servicestelle Sprach-Kitas (kontakt@sprach-kitas.de) und legen dar, welche Schritte Sie bereits zur Verbundbildung unternommen haben.

* Eine Unterschreitung der Grenze von zehn Einrichtungen pro Verbund ist nur in begründeten Fällen und nur auf Ausnahmeantrag möglich. Allerdings ist auch in diesen Fällen eine halbe Stelle (mindestens 19,5 Wochenstunden Beschäftigungsumfang) vorgesehen, da aufgrund der pauschalen Finanzierungsstruktur eine Stellenreduzierung nicht möglich ist.

Zentrale Aufgabe der zusätzlichen, im Handlungsfeld Sprache qualifizierten Fachkräfte während des Förderzeitraums ist es, ihre Kompetenzen an das Einrichtungsteam weiterzugeben, ein Modell guter Praxis zu sein und für die Nachhaltigkeit des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ zu sorgen. Dies beinhaltet die Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung der Kita-Teams bei der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, bei der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den Familien sowie der inklusiven Pädagogik. Die konkreten Aufgaben sind gemeinsam mit der Einrichtungsleitung festzulegen und können je nach Bedarfslage unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass die zusätzliche Fachkraft und die Kita-Leitung möglichst regelmäßig in internen Fortbildungseinheiten, so genannten Qualitätsrunden, die Teams zu den Themen des Bundesprogramms qualifizieren.

Die direkte sprachpädagogische Arbeit von Seiten der zusätzlichen Fachkraft erfolgt nur exemplarisch bzw. modellhaft. Ziel ist es, dass alle Teammitglieder (Routine-)Situationen und Gelegenheiten des Kita-Alltags bewusst und systematisch für die Unterstützung und Förderung der sprachlichen Entwicklung der Kinder nutzen. Für die Arbeit mit dem Team für Vor- und Nachbereitung sowie für Fortbildungen zu den Aufgabenbereichen benötigen die zusätzlichen Fachkräfte in den Sprach-Kitas vor allem zeitliche Ressourcen. Dies wird durch die Förderung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ sichergestellt. Die Praxishilfe (zu finden unter www.plattform-sprach-kitas.de → „Für die Praxis“ → „Arbeitsmaterialien“) enthält konkrete Beispiele, wie die zusätzliche Fachkraft ihre Aufgaben organisieren und gestalten kann. Der Broschüre des Programms (Teil des Starterpakets, http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/starterpaket) können Sie ebenfalls Hinweise zu den Rollen und Aufgaben der beteiligten Akteure entnehmen.

Die zusätzliche Fachkraft ist gemeinsam mit der Kita-Leitung als Tandem dafür verantwortlich, die Einrichtungskonzeption im Hinblick auf alltagsintegrierte sprachliche Bildung, Zusammenarbeit mit Familien und inklusive Pädagogik fortlaufend, mindestens jedoch nach Ablauf von zwei Jahren, weiterzuentwickeln. Diese überarbeitete Einrichtungskonzeption ist auf Anforderung ab Anfang 2018 (erste Förderwelle) bzw. Anfang 2019 (zweite Förderwelle) bei der Servicestelle Sprach-Kitas einzureichen. Zudem soll die zusätzliche Fachkraft gemeinsam mit der Kita-Leitung als Tandem die Qualifizierungsinhalte aus den Arbeitskreisen der zusätzlichen Fachberatung an das Kita-Team weitergeben und dieses beraten, begleiten und fachlich unterstützen.

Wichtig: Zusätzliche Fachkräfte dürfen nicht als Ersatz für fehlende pädagogische Fachkräfte im Regeldienst eingesetzt werden. Diese Vorgehensweise entspräche nicht den in der Förderrichtlinie des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ festgelegten Bestimmungen (siehe Zuwendungsbescheid Punkt 4: „Die zusätzliche Fachkraft für sprachliche Bildung darf mit ihrem Stellenanteil nicht im regulären Gruppendienst eingesetzt werden“).

Auf Grundlage der landesspezifischen Kriterien für die Beschäftigung von Personal in Kindertageseinrichtungen, wie sie in den Kindertagesbetreuungsgesetzen der Bundesländer festgelegt sind, entscheidet der Träger der Sprach-Kitas eigenverantwortlich über die Einstellung der zusätzlichen Fachkraft. Außerdem müssen die Richtlinien des Bundesprogramms erfüllt werden.

Grundsätzlich geeignet sind:

  • Pädagogische Fachkräfte (entsprechend den in den Bundesländern für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen bestehenden Bestimmungen) oder
  • Fachkräfte mit sonstiger Qualifikation, aber einschlägigen beruflichen Erfahrungen im Bereich der frühkindlichen Bildung und Förderung und/oder sprachlichen Bildung.

Für die Funktion als zusätzliche Fachkraft sollten diese möglichst Zusatzqualifikationen in den Bereichen sprachliche Bildung, frühkindliche Bildung und Förderung von Kindern sowie Erwachsenenbildung mitbringen. Aktuell stellt der Fachkräftemangel im Elementarbereich eine große Herausforderung dar. Zur Umsetzung der drei Handlungsfelder im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ und zur Anleitung des Kita-Teams ist es jedoch wichtig, zusätzliche Fachkräfte mit möglichst bedarfsgerechten Kompetenzen zu gewinnen.

Im Übrigen gelten die in den Bundesländern für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen bestehenden Bestimmungen* . Entscheidend ist, dass es sich um eine Fachkraft handelt, die für die Übernahme der mit der Aufgabe verbundenen herausgehobenen und schwierigen, verantwortungsvollen Tätigkeit in der Einrichtung geeignet ist. Hieraus ergibt sich auch die verbindliche Eingruppierung der zusätzlichen Fachkraft (Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S8b bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S8b). Im TV-L sind die Tätigkeitsmerkmale des TVöD S8b analog im TV-L 9 abgebildet. Eine programmkonforme Eingruppierung liegt somit vor, wenn die zusätzliche Fachkraft bei Anwendung des TV-L in TV-L 9 eingruppiert ist.

*Halten Sie Rücksprache mit dem zuständigen Landesministerium, ob Sie als Fachkraft anerkannt sind oder sich ggf. (auch berufsbegleitend) nachqualifizieren müssen. Für das Saarland sind folgende Besonderheiten zu beachten: Sprachassistenten und Sprachassistentinnen, die bisher nicht in einer Schwerpunkt-Kita gearbeitet haben und keine Weiterqualifikation von mindestens 90 Stunden nachweisen können, müssen diese zeitnah absolvieren. Hierzu  bietet das Saarland u.a. den Zertifikatsstudiengang „Sprache und interkulturelle Bildung“ an der HTW des Saarlandes an (https://www.htwsaar.de/iww/angebot/zertifikate/sprache). Zudem gibt es kostenlose Seminare, wie z.B. der Anpassungskurs „Methodik und Didaktik in der frühkindlichen Pädagogik“. Kontakt: Eva Hammes-Di Bernardo, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Tel.: 0681 501-7302, E-Mail: e.hammes-di_bernardo@bildung.saarland.de.

Innerhalb von 3 Monaten nach Bewilligungsbeginn ist mitzuteilen, ob die zu fördernde Stelle besetzt werden konnte. Zur Wahrung dieser Frist ist die rechtzeitige Übermittlung des entsprechenden Einstellungsnachweises ausreichend. Sollte die zu fördernde Stelle noch nicht besetzt worden sein, muss die Servicestelle (service@sprach-kitas.de) über die Gründe der Nichtbesetzung informiert werden. Die Verfahrensweise zur zeitnahen Stellenbesetzung ist darzulegen.

Für die Zeit der Nichtbesetzung der Stelle der zusätzlichen Fachkraft erfolgt keine Förderung. Dies gilt auch für Stellenvakanzen zu einem späteren Zeitpunkt. Falls eine Fachkraftstelle gar nicht besetzt werden kann, scheidet diese Einrichtung aus dem Bundesprogramm aus.

Die Einrichtungen mit bereits besetzten Stellen können gefördert werden, auch wenn noch nicht alle Fachkraftstellen im Verbund besetzt sind bzw. auch wenn die Stelle der zusätzlichen Fachberatung noch nicht besetzt ist. Die Förderung der einzelnen Einrichtungen im Programmverlauf hängt nicht zwingend von der Anzahl der Einrichtungen im Verbund ab. Das bedeutet, dass auch Einrichtungen aus Verbünden, bei denen im Zeitverlauf die Anzahl der Einrichtungen unter zehn fällt, grundsätzlich weiter gefördert werden können.

Um qualifizierte Fachkräfte und Träger, die auf der Suche nach geeigneter Verstärkung sind, miteinander in Kontakt zu bringen, kann der Stellenmarkt des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe kostenfrei genutzt werden (www.jugendhilfeportal.de/stellenmarkt/). Um die Zuordnung zum Bundesprogramm zu erleichtern, verwenden Sie bitte für das Stellenangebot den Zusatz „Sprach-Kita“ [Bsp. „Sprach-Kitas“ – Fachkraft (m/w)]. Über die Recherche-Funktionen können Sie dann selbständig nach passenden Angeboten suchen. Eine Kurzanleitung und weitere Informationen zum Fachkräfteportal finden Sie hier: www.sprach-kitas.de.

Aufgaben der zusätzlichen Fachberatung „Sprach-Kitas“ sind insbesondere:

  • Begleitung der zusätzlichen Fachkräfte, der Kita-Leitungen und der Kita-Teams inhouse, mit dem Ziel, die Qualität der Einrichtungen zu erhöhen (alle sechs bis zehn Wochen),
  • Qualifizierung der Tandems aus zusätzlichen Fachkräften und Kita-Leitungen zu den Handlungsfeldern des Programms (Arbeitskreise) unter Berücksichtigung des Wechselspiels von Theorie, Praxis- und Reflexionsphasen sowie die Koordination von externen Fortbildungen/ Qualifizierungen,
  • Förderung von Teambildungsprozessen,
  • Unterstützung der Einrichtungen bei der Konzept- bzw. Konzeptionsentwicklung im Bereich sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien unter Berücksichtigung der Qualitätsmanagementkonzepte der jeweiligen Träger und Einrichtungen sowie Rückkoppelung der Prozesse an die für die Einrichtungen zuständigen Fachberatungen der jeweiligen Träger,
  • Organisation des Austauschs mit den zusätzlichen Fachkräften in den Einrichtungen des Verbundes und Mittlerfunktion zwischen anderen beteiligten Akteuren (Verbund- und Netzwerktreffen).

Für die zusätzliche Fachberatung ist darüber hinaus zu beachten:

  • Sie soll grundsätzlich für zehn bis 15 Kindertageseinrichtungen (oder mehr) im Verbund zuständig sein.
  • Die Aufgaben der zusätzlichen Fachberatung müssen personell klar von Aufgaben der Dienstaufsicht getrennt sein. Das bedeutet eine im Rahmen des Bundesprogramms beschäftigte Fachberatung kann nicht auch mit dem ggf. schon vorhandenen Stellenanteil mit Aufgaben der Dienstaufsicht für die zu beratenden Einrichtungen betraut sein.
  • Ihr Beratungsangebot richtet sich nach dem jeweiligen Unterstützungsbedarf der Einrichtung. Die zusätzliche Fachberatung soll mit den Einrichtungen ihres Verbundes in engem Kontakt stehen und sie regelmäßig besuchen (alle sechs bis zehn Wochen).
  • Die Fachberatung selbst nimmt an den acht Qualifizierungskursen des Bundesprogramms durch PädQUIS sowie an den bereits bestehenden bzw. entstehenden regionalen Netzwerktreffen teil.

Unsere „Arbeitshilfe für Fachberatungen“, in denen mögliche erste Schritte als zusätzliche Fachberatung im Bundesprogramm beschrieben sind, finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.plattform-sprach-kitas.de/ilias.php?ref_id=5005&cmd=render&cmdClass=ilrepositorygui&cmdNode=og&baseClass=ilRepositoryGUI .

Wichtig: Es ist ausdrücklich nicht die Aufgabe der zusätzlichen Fachberatung, Monitoring, Mittelabrufe oder Zwischennachweise der Sprach-Kitas auszufüllen. Diese Aufgabe liegt laut Zuwendungsbescheid in der Verantwortung/Pflicht des jeweils umsetzenden Kita-Trägers.

Maßgeblich sind zunächst die Anforderungen, die für das jeweilige Bundesland gelten. Sind diese erfüllt, sollen im zweiten Schritt die folgenden Anforderungen des Programms erfüllt werden:

  • akademischer Abschluss aus dem sozial-pädagogischen oder pädagogischen Bereich (bzw. abweichend pädagogische Fachkraft mit der Zusatzqualifikation Leiterin bzw. Leiter einer Kindertageseinrichtung und einer sechsjährigen Praxis als Leitungskraft),
  • spezielle Kenntnisse im Bereich sprachlicher Bildung sowie Inklusion und/oder Zusammenarbeit mit Familien (z.B. nachzuweisen durch entsprechende Fort- und Weiterbildungen),
  • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung als Fachberaterin bzw. Fachberater,
  • Erfahrungen in den Bereichen Beratung, Coaching, Erwachsenenbildung o.ä. im Praxisfeld der Kindertageseinrichtungen.

Aus den aufgeführten Qualifikationen und Aufgaben ergibt sich die verbindliche Eingruppierung der zusätzlichen Fachberatung (Eingruppierung bei Anwendung des TVöD Sozial- und Erziehungsdienst in TVöD S17 bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke/ Entgeltvereinbarungen analog [im Sinne von vergleichbar] TVöD S17). In Ausnahmefällen ist eine Eingruppierung in bzw. analog TVöD S15 möglich.

Innerhalb von 3 Monaten nach Bewilligungsbeginn ist mitzuteilen, ob die zu fördernde Stelle besetzt werden konnte. Zur Wahrung dieser Frist ist die rechtzeitige Übermittlung des entsprechenden Einstellungsnachweises ausreichend. Sollte die zu fördernde Stelle noch nicht besetzt worden sein, muss die Servicestelle (service@sprach-kitas.de) über die Gründe der Nichtbesetzung informiert werden. Die Verfahrensweise zur zeitnahen Stellenbesetzung ist darzulegen.

Für die Zeit der Nichtbesetzung der Stelle erfolgt keine Förderung der Fachberatung. Dies gilt auch für Stellenvakanzen zu einem späteren Zeitpunkt. Falls einzelne Fachberatungsstellen gar nicht besetzt werden können, scheidet dieser Träger aus dem Bundesprogramm aus. Bitte setzen Sie sich bei Rückfragen hierzu mit uns in Verbindung unter service@sprach-kitas.de.

Die zusätzlichen Fachkraftstellen in den Einrichtungen der Verbünde mit bereits besetzten Stellen können gefördert werden, auch wenn die Stelle der Fachberatung im Verbund noch nicht besetzt ist.

Mit der Qualifizierung der zusätzlichen Fachberatungen des Bundesprogramms wurde die PädQUIS gGmbH – An-Institut der Alice Salomon Hochschule Berlin - beauftragt. Die Qualifizierung findet in Form von regionalen Netzwerken bestehend aus ca. 15 Fachberatungen statt, die über 2,5 Jahre fortgebildet und kontinuierlich begleitet werden. Inhalt der acht Qualifizierungsblöcke sind schwerpunkt-mäßig die Handlungsfelder des Bundesprogramms: alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien. In der Qualifizierung werden die Fachberatungen auf ihre Multiplikatorentätigkeit durch die Vermittlung entsprechender Methoden vorbereitet. PädQUIS sieht ein umfassendes Qualifizierungsmodell vor, in welchem die Fachberatungen ihrerseits die Einrichtungstandems in regelmäßig stattfindenden Arbeitskreisen qualifizieren und darüber hinaus die Qualifizierungsinhalte in den Kita-Teams systematisch verankern. Innerhalb der Qualifizierungskurse wird zudem die Vernetzung der Fachberatungen untereinander und im Gesamtsystem angeregt und unterstützt. PädQUIS wird sich direkt mit den Trägern der Fachberatungen in Verbindung setzen und nähere Informationen sowie Termine bekannt geben.

Die zusätzlichen Fachberatungen sind verpflichtet, an insgesamt acht halbjährlichen Qualifizierungs-blöcken teilzunehmen (in den ersten zweieinhalb Jahren fünf Blöcke à drei Tage; in den letzten eineinhalb Jahren drei Blöcke à ein Tag). Zwischen den Blöcken sollte jede Fachberatung insgesamt 54 Arbeitskreisstunden (neun Arbeitskreise à sechs Stunden) mit den beteiligen Kita-Tandems des Verbundes durchführen. Bei weiteren Fragen zur Qualifizierung der Fachberatung wenden Sie sich bitte direkt an PädQUIS unter der Rufnummer 030 720061 34 bzw. per E-Mail unter sprach-kitas-qualifizierung@paedquis.de. Die Sprechzeiten sind Di und Do von 10.00 – 12.00 Uhr und von 14.00 – 16.00 Uhr.

In Qualifizierungskursen werden die zusätzlichen Fachberatungen durch die PädQUIS gGmbH auf ihre Multiplikatorentätigkeit durch die Vermittlung von fachlichem Input sowie entsprechender Methoden vorbereitet. Die Fachberatungen sind im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ verpflichtet, an der Qualifizierung teilzunehmen.

Mit den vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ vorgegebenen Arbeitskreisen sind Qualifizierungstreffen gemeint, in der die zusätzliche Fachberatung die Inhalte der PädQUIS-Qualifizierungskurse an die Kita-Tandems (bestehend aus Kita-Leitung und zusätzlicher Fachkraft) weitergibt. Ein Arbeitskreis besteht grundsätzlich aus der zusätzlichen Fachberatung und allen Kita-Tandems im Verbund.

Verbundtreffen sind alle Treffen im Verbund, die über die Arbeitskreise hinausgehen. Diese Treffen sind nicht vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ vorgegeben und dienen hauptsächlich dem fachlich-inhaltlichen Austausch und der Vernetzung zwischen Verbund-Kitas und ggf. zusätzlicher Fachberatung.

Netzwerktreffen sind sozialräumliche/regionale und fachlich-inhaltliche Treffen, in denen Kitas und weitere Akteure, die mit sprachlicher und/oder frühkindlicher Bildung befasst sind zum Zweck des fachlich-inhaltlichen Austauschs zusammenkommen. Diese Treffen sind nicht vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ vorgegeben.

Die Fördermittelempfänger sind laut Bewilligungsbescheid verpflichtet, jährlich Monitoringdaten zu übermitteln. Der Fragebogen ist von der über das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ geförderten zusätzlichen Fachkraft gemeinsam mit der Kita-Leitung zu bearbeiten. Die zusätzliche Fachberatung bearbeitet einen eigenen Fragebogen. Der Monitoring-Abgabetermin ist der 30.11. mit Stichtag 01.09. des jeweiligen Jahres. Der Monitoring-Abgabetermin mit Stichtag 01.03. des jeweiligen Jahres entfällt fortan.

Darüber hinaus ist bis zum 28.02. des Folgejahres jährlich ein Zwischennachweis einzureichen. Dieser besteht aus einem kurzen inhaltlichen Sachbericht zur Programmumsetzung und einem vereinfachten Finanzbericht. Für Monitoring und Zwischennachweise sind die Formulare der passwortgeschützten Datenbank Prodaba2020 (https://prodaba2020.gsub-intern.de/) zu verwenden. Die Träger werden per E-Mail über die Bereitstellung der Formulare informiert und haben dann in der Regel zwei Monate Zeit, diese abschließend zu bearbeiten und zu übermitteln.

Für das fristgemäße Ausfüllen und Übermitteln von Monitoring, Mittelabruf und Zwischennachweis sind die Sprach-Kitas bzw. Einrichtungsträger verantwortlich, nicht die den Verbund betreuende zusätzliche Fachberatung. Die zusätzliche Fachberatung ist, gemeinsam mit ihrem Fachberatungsträger, ausschließlich für ihre eigenen Berichtspflichten verantwortlich.
Bitte beachten Sie: Mittelanforderungen und Zwischen-/Verwendungsnachweise sind nach der Online-Versendung auszudrucken und unterschrieben bei der Servicestelle Sprach-Kitas (Servicestelle Sprach-Kitas, c/o gsub mbH, Kronenstr. 6, 10117 Berlin sowie unter service@sprach-kitas.de) einzureichen. Das Monitoring kann nicht ausgedruckt, sondern nur online übermittelt werden. Das Ansichtsexemplar des aktuellen Monitorings sowie die dazugehörige Handreichung finden Sie unter http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/ sowie auf der Online-Plattform unter www.plattform-sprach-kitas.de (→ Intern → Formulare und Dokumente).

Begleitend zur finanziellen Zuwendung werden die Sprach-Kitas und zusätzlichen Fachberatungen fachlich bzw. programmorganisatorisch unterstützt. Neben der Beratung zur Programmumsetzung durch die Servicestelle Sprach-Kitas werden ihnen „Startermaterialien“ zur Verfügung gestellt. PädQUIS qualifiziert die Fachberatungen, berät diese inhaltlich und begleitet die regionale Netzwerkbildung. Auf Starter- und Regionalkonferenzen können sich pädagogische Fachkräfte, Fachberatungen und Träger miteinander und mit den Programmpartnern austauschen. Im Rahmen von themenbezogenen Telefonkonferenzen werden verschiedene inhaltliche Schwerpunkte aufgegriffen und diskutiert. Wichtige Informationen und Angebote der Servicestelle Sprach-Kitas sind auf der Online-Plattform unter http://www.plattform-sprach-kitas.dehinterlegt. Das Portal „Frühe Chancen“ http://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/ informiert über das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.

Die Online-Plattform unter www.plattform-sprach-kitas.de ist ein Angebot des BMFSFJ für die Beteiligten am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“. Die inhaltliche Umsetzung der Plattform geschieht in Kooperation zwischen der Servicestelle Sprach-Kitas und PädQUIS. Mit diesem Angebot werden Kita-Tandems aus zusätzlicher Fachkraft und Kita-Leitung sowie Fachberaterinnen und Fachberater bei der Umsetzung der Inhalte des Bundesprogramms unterstützt.

Die Online-Plattform kann zum projektbezogenen Austausch mit anderen Kitas im Verbund und mit der Fachberatung genutzt werden. Es wurden themenspezifische Video-Tutorials sowie Handreichungen erarbeitet, in denen die Handhabung der Plattform erläutert wird. Weitere Informationen über die Nutzung der einzelnen Funktionen der Online-Plattform finden Sie nach Ihrer Anmeldung im internen Bereich unter https://www.plattform-sprach-kitas.de.  

Für die gelingende Umsetzung der Programmziele ist die Online-Plattform von großer Bedeutung für alle Beteiligten des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“, da hier wichtige programmrelevante Informationen und Materialien bereitgestellt werden (zum Beispiel Rundmails und Telefonkonferenzen). Haben Sie als zusätzliche Fachberatung noch keinen Zugang zur Online-Plattform, dann setzen Sie sich bitte per E-Mail mit der Servicestelle Sprach-Kitas in Verbindung (kontakt@plattform-sprach-kitas.de). Zusätzliche Fachkräfte und Kita-Leitungen erhalten ihren Zugang von der zusätzlichen Fachberatung. Zusätzliche Fachberatungen erhalten ihren Zugang sowie die Zugänge für ihre Verbundmitglieder zeitnah nach dem Besuch des ersten Qualifizierungsblocks. Weitere Informationen finden Sie in den FAQs zur Online-Plattform unter https://www.plattform-sprach-kitas.de → „Allgemeine Informationen“ → „FAQ“.

Servicestelle Sprach-Kitas

  • Koordinierung und Umsetzung des Programms
  • Fachliche und inhaltliche Beratung der Programmbeteiligten
  • Finanztechnisches Beratung
  • Monitoring und Prüfung der Umsetzung
  • Online-Plattform „Sprach-Kitas“

Fachlich-inhaltliche Beratung:
Per Telefon: 030 – 390 634 710
Per E-Mail: kontakt@sprach-kitas.de
kontakt@plattform-sprach-kitas.de (Online-Plattform)
Sprechzeiten: Mo, Di, Mi, Fr 9.00 - 12.00 Uhr und Do 14.00 - 17.00 Uhr

Finanztechnische Beratung:
Per Telefon: 030 – 28 4095-93
Per E-Mail: service@sprach-kitas.de
Sprechzeiten: Mo, Di, Mi, Fr 9.00 - 12.00 Uhr und Do 14.00 - 17.00 Uhr


PädQUIS gGmbH (An-Institut der Alice Salomon Hochschule und der Karl-Franzens-Universität Graz)

• Qualifizierung der Fachberaterinnen und Fachberater der Sprach-Kitas
• Inhaltliche Beratung der Fachberaterinnen und Fachberater
• Begleitung der regionalen Netzwerkbildung

Per Telefon: 030 - 72 00 61 34
Per E-Mail: sprach-kitas-qualifizierung@paedquis.de
Sprechzeiten: Di und Do 10.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr


Evaluation des Bundesprogramms

Freie Universität Berlin (Prof. Dr. Yvonne Anders)
Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Dr. Katharina Kluczniok, Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach)

• Untersuchung der Auswirkungen des Bundesprogramms in ausgewählten Verbünden der ersten Förderwelle
• Befragungen von Einrichtungen, Trägern, Fachberatungen und Familien
• Vertiefte Einzelfallstudien
• Ableitung von Best Practice aus den Evaluationsergebnissen

Per E-Mail: Freie Universität Berlin: sprach-kitas-evaluation@ewi-psy.fu-berlin.de
Otto-Friedrich-Universität Bamberg: sprach-kitas-evaluation.efp@uni-bamberg.de


Viele Informationen zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ finden Sie auch auf den Internetseiten https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/ und http://www.regiestelle-fbbe.de/sprach_kitas/.

Im Flyer der Umsetzungsstellen finden Sie alle Akteure auf einen Blick.

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