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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Bauwagen und digitale Medien: Ein Besuch vor Ort

In der am südlichen Rand von Hannover gelegenen Stadt Laatzen leben Menschen mit den verschiedensten kulturellen und sprachlichen Hintergründen. Die Stadt an der Leine ist damit ein besonders gut geeigneter Ort, um sich für sprachliche Bildung einzusetzen. Die 2020 neu an den Start gegangene Kita Pinienweg der Johanniter ist seit Mai 2021 eine von bundesweit über 6.600 Sprach-Kitas. Das Kita-Team hat sich auf den Weg gemacht, um gemeinsam mit den Kindern Sprache im Kita-Alltag zu entdecken und zu lernen. Wie gut das gelingt, davon konnte sich Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht bei ihrem Vor-Ort-Besuch selbst ein Bild machen.   

Forschen, bauen, miteinander kommunizieren

Alltagsintegrierte sprachliche Bildung unterstützt die natürliche Sprachentwicklung. Sie orientiert sich an den individuellen Kompetenzen und Interessen der Kinder und animiert dazu, alle zur Kommunikation anregenden Situationen zu nutzen. Die Erzieherinnen und Erzieher der Kita Pinienweg konzentrieren sich dabei ganz besonders auf das kindliche Forschen und Entdecken. So plant und baut das Kita-Team derzeit gemeinsam mit den Kindern und Eltern einen Bauwagen – dieser soll in Zukunft als Forschungswerkstatt dienen und den Kindern neue Möglichkeiten für eigene Experimente bieten. Damit diese nicht nur analog stattfinden können, hat die Kita außerdem den Digitalisierungszuschuss des Bundesprogramms beantragt.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht:
„Die Kita Pinienweg ist ein Paradebeispiel dafür, wie Kindern sprachliche Bildung vermittelt werden kann: beim gemeinsamen Essen, Spielen oder Bauen, draußen in der Natur, aber auch beim kreativen Austoben mit digitalen Medien. Das ist wichtig, denn digitale Medien gehören heute zum Alltag der meisten Familien und damit auch zum Sprachumfeld der Kinder dazu. Deshalb wollen wir im Bundesprogramm ‚Sprach-Kitas‘ ganz gezielt medienpädagogische Ansätze in der sprachlichen Bildung stärken und digitale Bildungs- und Austauschformate für die Fachkräfte besser nutzbar machen. Der Kita Pinienweg - und auch allen anderen Sprach-Kitas - danke ich für ihre Vorreiterrolle und wünsche ihnen dabei von Herzen ganz viel Erfolg.“
 

Christine Lambrecht bei ihrem Besuch vor Ort.„Die Kita Pinienweg ist ein Paradebeispiel dafür, wie Kindern sprachliche Bildung vermittelt werden kann“, sagte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht bei ihrem Besuch vor Ort.


Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ ist Teil des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“

Damit die Jüngsten von Angeboten sprachlicher Bildung in der Kita profitieren und so die Folgen der Kita-Schließungen schnell überwinden können, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ bis Ende 2022 um 100 Millionen Euro aufgestockt. Damit können 1.000 neue zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung in Kitas gefördert werden. Darüber hinaus erhalten die neuen und auch die bereits im Programm tätigen Sprach-Kitas einen Zuschuss, der unter anderem für Lernmaterialien, zusätzliche pädagogische Angebote oder Digitalisierungsmaßnahmen eingesetzt werden kann.

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ fördert das BMFSFJ seit 2016 die sprachliche Bildung als Teil der Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Das Programm verbindet drei inhaltliche Schwerpunkte: alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien. Seit 2021 wird innerhalb dieser Handlungsfelder außerdem ein neuer Fokus auf den Einsatz digitaler Medien und die Integration medienpädagogischer Fragestellungen gelegt.

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