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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Programmbegleitende Evaluation

Die programmbegleitende Evaluation des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, untersucht, wie das Programm von den Beteiligten umgesetzt wird und welche Effekte hierbei entstehen. Sie wird von der Freien Universität Berlin (Prof. Yvonne Anders) und der Universität Bamberg (Dr. Katharina Kluczniok, Prof. Hans-Günther Roßbach) entwickelt und durchgeführt. Sie bezieht alle zentralen Akteure ein, darunter Träger, am Bundesprogramm teilnehmende Kindertageseinrichtungen mit ihrer zusätzlichen Fachkraft, weitere pädagogische Fachkräfte in den Einrichtungen, die zusätzlichen Fachberatungen und Familien, deren Kinder eine Sprach-Kita besuchen.

Inzwischen liegen die ersten Evaluationsergebnisse vor: Sie beschäftigen sich mit den Erfahrungen, die die zusätzlichen Fachberatungen bei ihrer Arbeit im Bundesprogramm machen. Bundesweit über 500 zusätzliche Fachberatungen begleiten jeweils 10 bis 15 Sprach-Kitas im Verbund und beraten diese fachlich bei der Programmumsetzung.

Erste ausgewählte Ergebnisse der Befragung der zusätzlichen Fachberatungen

Zusammenarbeit: Die zusätzlichen Fachberatungen füllen die ihnen zugedachte Rolle aus und gestalten dabei eine positive Zusammenarbeit mit den Sprach-Kitas. Ihre häufigste Tätigkeit ist die Beratung und Begleitung der Leitung und der zusätzlichen Fachkraft. Ferner stoßen sie die Qualitätsentwicklung der Einrichtungen in den Handlungsfeldern des Bundesprogramms an. Dies geschieht zum Beispiel durch Empfehlungen zur Fort- und Weiterbildung.

Rolle und Leadership: Die zusätzlichen Fachberatungen im Bundesprogramm sind nicht nur in ihrer Rolle angekommen, sie werden in dieser auch anerkannt, sie fühlen sich als beratende Instanz akzeptiert und die Bedingungen in den Arbeitskreistreffen werden überwiegend als unproblematisch eingeschätzt. Der Großteil der Befragten fühlt sich gut auf die Tätigkeit vorbereitet. Allerdings merkt ein Drittel an, dass zu wenig fachliche Unterstützung vom Träger geboten wird. Fachberatungen, die sich selbst als pädagogisches Vorbild für die Einrichtungen und zusätzlichen Fachkräfte sehen, und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und aktiv eine Vision für das Bundesprogramm entwickeln, sind insgesamt am besten in das Programm eingestiegen.

Vorwissen und Leadership: Die zusätzlichen Fachberatungen schätzen ihr Vorwissen in den drei Handlungsfeldern des Bundesprogramms (alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik, Zusammenarbeit mit Familien) als gut bis sehr gut ein. Die zusätzlichen Fachberatungen, die zum Beispiel über mehr Kenntnisse zu Familien mit Fluchthintergrund verfügen, haben sich bereits besser in ihre Rolle eingefunden, und berichten über weniger Probleme im Rahmen der Verbundtreffen. Eine zentrale Rolle für einen guten Einstieg in das Bundesprogramm haben feld- und themenspezifisches Vorwissen und Vorerfahrungen.

Kulturelle Vielfalt: Die befragten zusätzlichen Fachberatungen finden es wichtig, auf die kulturellen Hintergründe der Kinder einzugehen. Außerdem befürworten sie, den professionellen Umgang mit kultureller Diversität als festen Bestandteil in die pädagogische Ausbildung zu integrieren. In der Praxis sehen sie es darüber hinaus als wichtig an, Unterschiede nicht überzubetonen. Die Beschäftigung mit den kulturellen Unterschieden soll demnach mit verbindenden Aspekten und Gemeinsamkeiten der Kinder kombiniert werden.

Über das Programm

Im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ werden in zwei Förderwellen bundesweit rund 7.000 Kitas gefördert. In diesen Kitas werden unter anderem zusätzliche Fachkräfte mit Erfahrungen in der sprachlichen Bildung finanziert. Sie beraten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Außerdem finanziert das Programm eine zusätzliche Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas verbessern soll.

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