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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Porträt der Kita Arche Noah in Nienburg

Kinder spielen im Bällebad

„Ein Wort, das ein Kind nicht kennt, ist ein Gedanke, den es nicht denken kann.“

 „Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass unsere Kita am Bundesprogramm „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“  teilnimmt und wir Frau Reinert als Sprachexpertin gewinnen konnten. So können wir unsere Kinder bestmöglich sprachlich fördern“, berichtet die Kita-Leiterin Ute Haake. „Sprachförderung ist in unserer Einrichtung schon immer ein wichtiges Thema gewesen. Durch die Unterstützung von Frau Reinert können wir diese Arbeit intensivieren.“

Wie erlernen wir Sprache?

Frau Haake und Frau Reinert waren sich schnell einig, dass sie gemeinsam mit dem Team erarbeiten möchten, wie die Sprachförderung in der Kita ausgestaltet werden soll. Deshalb haben sich alle zum Start des Bundesprogramms zu einem Studientag zusammengefunden. „Dadurch habe ich gleich einen guten Überblick über das Sprachförderkonzept der Kita erhalten und konnte dem Team neue Maßnahmen und Konzeptionen vorstellen. Gemeinsam haben wir dann die Ziele der Sprachförderung erarbeitet “, so Frau Reinert. Ergebnis des Studientages ist ein alltagsintegrierter, ganzheitlicher Förderansatz: Sprachförderung soll an der Kita „Arche Noah“ keinen isolierten Lernbereich darstellen, sondern in Verbindung mit Kultur, Musik und Bewegung vermittelt werden.

„Im Kindergarten findet ständig ein sprachlicher Austausch statt. In Einzelgesprächen und auch in der Gruppe, bei Beschäftigungen und im Freispiel. Sprache wird bei uns spielerisch vermittelt und somit erweitert und vertieft. Durch tägliches gemeinsames Singen und Spielen wird Sprechfreude, Sprachmelodie und Sprachklang vorgelebt. Auch verschiedene Rituale, zum Beispiel unser Morgen- und Schlusskreis, ermöglichen eine Sprachförderung, die im täglichen Umgang miteinander stattfinden kann. Durch gezielte Angebote in Kleingruppen werden sprachunsichere Kinder ermutigt, sich zu beteiligen, es fällt ihnen leichter sich mitzuteilen.

Frau Haake erzählte uns, dass auch die Eltern von dem Sprachförderkonzept begeistert sind: Auf vielfachen Wunsch der Eltern aus der Krippe hat ein Eltern-Kind-Nachmittag stattgefunden, an dem die beliebtesten Sing – Reim - und Fingerspiele gemeinsam gespielt wurden. So können sie auch zuhause auf spielerische Art die sprachlichen Kompetenzen ihrer Kinder fördern.

Fortbildung und Vernetzung

Um stets qualitativ hochwertige und den individuellen Bedürfnissen der Kinder angepasste Sprachförderung anbieten zu können, ist Frau Reinert die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen sehr wichtig. So besucht die Sprachexpertin seit Oktober letzten Jahres eine Langzeitfortbildung, bei der die neuesten Entwicklungen in verschiedenen Forschungsbereichen der Sprachförderung vermittelt werden. „Die wichtigsten Ergebnisse stelle ich dem Team in den Dienstbesprechungen vor, damit sie diese in ihrer täglichen pädagogischen Arbeit anwenden können“, erzählt Frau Reinert und fügt hinzu, dass vor allem Weiterbildungen in den Themenbereichen „Interkulturelle Verständigung“ und „Zweitspracherwerb“ für die Arbeit in der Kita von besonderer Bedeutung sind.

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