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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Mehr Chancengerechtigkeit durch sprachliche Bildung

Bundeskongress „Mehr Qualität in Kitas. Impulse aus dem Bundesprogramm Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ fand am 23. Juni 2015 in Berlin statt.

Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Praxis der frühen Bildung, aus Wissenschaft und Politik kamen am 23. Juni 2015 in Berlin auf dem Bundeskongress „Mehr Qualität in Kitas. Impulse aus dem Bundesprogramm Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zusammen und tauschten sich über ihre Erfahrungen sowie Ideen zur Stärkung und Weiterentwicklung der sprachlichen Bildung in Kitas aus.

Zu Beginn des Kongresses wurde der Film „Haben Ameisen Ohren?“ vorgestellt, der einen Einblick in den Alltag der Schwerpunkt-Kitas gab. Anschließend wurde der Kongress von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eröffnet, die die Arbeit der Teams in den Schwerpunkt-Kitas und die Erfolge des Bundesprogramms würdigte: „Das Programm Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration hat nicht nur einzelne Kitas verändert. Es hat etwa 335.000 Kinder erreicht, die jetzt nachweislich einen größeren Wortschatz haben. Es hat Strukturen verändert und Rahmenbedingungen verbessert. Das ist eine super Bilanz“, so die Ministerin. Sie betonte, wie wichtig sprachliche Bildung für die Entwicklung der Kinder ist: „Wer früh besser sprechen kann, wird besser wahrgenommen und besser gefördert. Sprache ist Weichenstellung für gesellschaftliche Teilhabe und für eine erfolgreiche Bildungs- und Berufslaufbahn. Diese Weiche wird früh gestellt.“

Die Bundesfamilienministerin kündigte außerdem das neue Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ an. Mit dem Programm, das im Januar 2016 startet, werden Angebote sprachlicher Bildung in Kindertageseinrichtungen gefördert. Weitere Schwerpunkte sind die inklusive Bildung sowie die Zusammenarbeit mit Familien.

In seinem Vortrag thematisierte Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts, den Wandel der Institution Kita und die damit steigenden Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte. Poetry Slammer Lars Ruppel begeisterte anschließend mit seiner „Poetischen Fachberatung“ das Publikum.

Manuela Schwesig Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Manuela Schwesig Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig Katrin Molkentin, Manuela Schwesig und Lars Ruppel Manuela Schwesig Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts Lars Ruppel, Poetry Slam Lars Ruppel, Poetry Slam Podium der Konferenz Podiumsdiskussion Publikum Publikum Publikum Publikum Publikum Publikum Foren Foren Foren Foren Foren Foren Foren Foren Foren Foren

Elke Andersen (Praxisberaterin), Katrin Molkentin (Bundessprecherin Bundeselternverband der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege), Karin Reckers (Kitaleiterin) und Prof. Dr. Wolfang Tietze (PädQUIS gGmbH) diskutierten in der Podiumsdiskussion, welche Entwicklungen durch das Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ in der Kita-Landschaft angestoßen wurden, wie Kita-Teams im Prozess der Qualitätsentwicklung optimal unterstützt werden können und welchen Mehrwert die Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder bringt.

Am Nachmittag wurden in neun Foren Ergebnisse aus dem Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ sowie Beiträge aus Wissenschaft und Fachpraxis vorgestellt und Anregungen für die Praxis gegeben. Danach tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Erfahrungen aus und erarbeiteten gemeinsam Ideen und Handlungsansätze, wie die sprachliche Bildung, die Zusammenarbeit mit den Familien und die Qualitätsentwicklung weiter gestärkt werden können. Sie entwickelten somit viele wichtige Impulse für das neue Bundesprogramm „Sprach-Kitas“. Die Ergebnisse der Foren wurden in Protokollen festgehalten.

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